22.09.2018

Starker Ex-Kieler

Die VfL-Einzelkritik

Foto: firo

Der VfL Bochum verpasste nur durch den Last-Minute-Ausgleich von Ex-VfL-Spieler Janni Serra die Tabellenführung. Trotzdem: Beim 2:2 in Kiel wusste die Mannschaft von Trainer Robin Dutt zu gefallen.




Die Einzelkritik im Überblick:


Manuel Riemann (2): Der Keeper war an beiden Treffern schuldlos. Er spielte sehr souverän und hatte seine besten Szenen in der 5., 35., 48., und 75. Minute als er jeweils spektakulär rettete.

Jan Gyamerah (2,5): Er wird immer mehr zum festen Bestandteil des Teams, weil er sich nicht nur auf die Defensive beschränkt, sondern auch immer wieder mit gefährlichen Dribblings über die rechte Seite für Offensivqualität sorgt.

Tim Hoogland (2,5): Eine Gelbe Karte (34.) und ein Stockfehler (48.) - ansonsten bewies der Routinier, dass er immer noch zu den besten Verteidigern der 2. Bundesliga gehört.

Maxim Leitsch (3): Wieder einmal eine solide Partie des ehemaligen Jugendnationalspielers, der immer abgeklärter wird. Aufgrund seiner Schnelligkeit entscheidet er auch viele Eins-gegen-eins-Situationen für sich.

Danilo Soares (3): Nachdem er bereits nach 26 Minuten rüde von den Beinen geholt wurde, merkte man ihm die Blessur deutlich an. Der Ausgleich war eigentlich ein Eigentor, weil Soares noch den Fuß am Ball hatte. Er wurde danach nach zwei Zweikämpfen verletzt behandelt und musste mit Verdacht auf Innenbanddehnung ausgewechselt werden.

Robert Tesche (2): Der Routinier ist aus dem Spiel des VfL Bochum nicht mehr wegzudenken. Seine Zweikampfführung ist sehr konsequent, das gilt auch für sein Stellungsspiel. Zudem hat er einen geschulten Blick für den freistehenden Nebenmann. Ein absoluter Teamplayer.

Anthony Losilla (2): Gemeinsam mit Robert Tesche die treibende VfL-Kraft im Mittelfeld. Der Kapitän bestach auch in Kiel durch seine Laufbereitschaft. Losilla legt ligaweit bisher die meisten Kilometer während eines Spiels zurück. Das sind absolute Top-Werte.

Robbie Kruse (3,5): Der Australier, der noch am Donnerstag mit Wadenproblemen das Training abbrechen musste, konnte nicht an seine Gala-Vorstellung gegen Ingolstadt anknüpfen. War in Kiel zu fahrig und leistete sich einige unnötige Ballverluste.

Sebastian Maier (3,5): Auch er war trotz seiner Vorarbeit zum 1:0 nicht so präsent wie vor Wochenfrist. Einige unglückliche Aktionen schmälerten deutlich den Gesamteindruck. Fiel wie Kruse gegenüber den anderen Mannschaftskollegen etwas ab.

Tom Weilandt (1,5): Nachdem der Kiel-Rückkehrer zu Saisonbeginn in Dutts Überlegungen keine Rolle spielte, führte seine Leistungsexplosion gegen Ingolstadt zur erneuten Startelf-Nominierung. Weilandt dankte es dem Trainer mit einem tollen Spiel, in dem er nach 16 Minuten seinen Ex-Kollegen Kronholm im Tor zu einer Glanzparade zwang und seine Leistung mit dem 2:1-Tor belohnte.

Lukas Hinterseer (2): Der Mittelstürmer malochte auch nach hinten und erzielte mit einem sehenswerten Flachschuss die 1:0-Halbzeitführung. Ein arbeitender Mittelstürmer, der sich für die Defensivarbeit nicht zu schade ist. kw

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