Zum ersten Mal steht der FV Engers im DFB-Pokal und tritt dort am Samstag beim VfL Bochum an. Im RS-Interview spricht Trainer Sascha Watzlawik über das Los, die Qualität seiner Mannschaft und seine Erinnerungen an den Pokal.

DFB-Pokal

Bochums Gegner FV Engers: "Ich traue meiner Mannschaft einiges zu"

08. September 2020, 08:00 Uhr
Das Pokalspiel gegen Engers findet im Vonovia Ruhrstadion statt. Foto: firo

Das Pokalspiel gegen Engers findet im Vonovia Ruhrstadion statt. Foto: firo

Zum ersten Mal steht der FV Engers im DFB-Pokal und tritt dort am Samstag beim VfL Bochum an. Im RS-Interview spricht Trainer Sascha Watzlawik über das Los, die Qualität seiner Mannschaft und seine Erinnerungen an den Pokal.

Bis vor wenigen Wochen werden wohl nur die wenigsten Fans des VfL Bochum schon einmal etwas vom FV Engers gehört haben. Doch nach dem Sieg des Rheinlandpokals ist der Oberligist am kommenden Samstag (15.30 Uhr) der Erstrundengegner des VfL Bochum im DFB-Pokal. Das Heimrecht wurde getauscht, so dass die Mannschaft aus dem Stadtteil von Neuwied am Freitag Richtung Bochum reist. 

Das erste Ligaspiel hat Engers bereits am vergangenen Wochenende bestritten: Bei der SG Mülheim-Kärlich gewann der FV deutlich 5:0 und ist somit Tabellenführer der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Nord. Wir haben mit Engers-Trainer Sascha Watzlawik (41) über das anstehende Highlight für seine Mannschaft gesprochen.

Sascha Watzlawik, wie haben Sie auf das Los VfL Bochum reagiert?
Der erste Gedanke war, dass wir ja erst einmal ins Finale kommen müssen, denn zu dem Zeitpunkt standen wir noch im Halbfinale. Mein zweiter Gedanke war dann: Traditionsverein, lange Geschichte, lange erste Liga, ich habe an Dariusz Wosz gedacht. Das war für mich schon ein gutes Los.

Das erste Saisonspiel hat ihre Mannschaft 5:0 gewonnen. Mussten Sie noch einmal die Konzentration der Spieler schärfen?
Das haben die Jungs erstaunlich gut gemacht, sieht man ja auch am Ergebnis. Wir wussten schon, dass die Liga unser Tagesgeschäft ist. Das Ergebnis hat den Pokalsieg abgerundet, es war wichtig, dass wir drei Punkte mitnehmen. Die Jungs wussten natürlich auch: Wer gut spielt, hat auch gute Chancen, in Bochum zu spielen.

Engers steht zum ersten Mal im DFB-Pokal. Ist die Vorfreude im Ort schon spürbar?
Es wird ein Public Viewing am Schloss in Engers geben. Die bereiten sich schon auf das Spiel vor. Sollten wir siegreich aus Bochum zurückkehren, könnte es da auch den Empfang geben (lacht).

Ist das Pokalspiel in Bochum Ihr persönliches Karriere-Highlight?

Als Trainer auf jeden Fall, als Spieler hatte ich schon das Vergnügen, mit Roßbach/Verscheid im Pokal gegen Borussia Mönchengladbach spielen zu dürfen. Damals haben wir 1:4 verloren, Jupp Heynckes war Trainer bei Gladbach. Da haben wir eigentlich ein gutes Spiel gemacht, aber zu früh zurückgelegen. 

Ihre Mannschaft hat sich bereits Testspiele des VfL Bochum angesehen. Was rechnen Sie sich für das Spiel aus?
Realistisch gesehen haben wir natürlich keine Chance. Der VfL Bochum spielt drei Klassen höher. Aber es ist ja das Schöne am Pokal, dass keiner auf uns irgendwas geben wird, dass wir den VfL aus dem Pokal schmeißen. Deshalb können wir befreit aufspielen. Wir gehen völlig unbedarft und mit breiter Brust an das Spiel. Auf unserem Niveau haben wir die letzten Spiele wirklich überzeugt, ich traue meiner Mannschaft einiges zu. Warum sollen wir nicht, wenn wir einen sehr guten Tag haben und der VfL Bochum mal nicht, an ein Wunder glauben? gp

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