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Bochums Dutt kritisiert Schnelllebigkeit im Fußball

11. Februar 2019, 08:33 Uhr

Foto: firo

Der ehemalige DFB-Sportdirektor und heutige Bochum-Coach Robin Dutt hat die Schnelllebigkeit im Fußballgeschäft kritisiert.

 «Manche Vereine haben in 18 Monaten drei oder vier Trainer. Für den Fußball ist diese Entwicklung nicht gut», sagte Dutt dem Fachmagazin «Kicker». Die «Nachhaltigkeit im Fußball» gehe verloren, betonte der 54-Jährige, der nach Trainerstationen beim SC Freiburg, bei Bayer Leverkusen und Werder Bremen sowie seinen Tätigkeiten als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund und beim VfB Stuttgart jetzt den Zweitligisten VfL Bochum trainiert.

Man erziehe die Trainer in eine falsche Richtung, kritisierte Dutt. «Sie denken nur an den kommenden Samstag. Nicht an den jungen Spieler, der dem Club vielleicht in zwei, drei Jahren hilft.»

Da es auch die Sportdirektoren «immer früher erwischt, sehe ich die Entwicklung mit Sorge. Es fliegt zu schnell ein komplettes Konzept über Bord. Der Anspruch wird immer höher - aber die Zeit immer kürzer», sagte Dutt. «Die inhaltliche Arbeit des Trainers» leide, betonte Dutt und nannte als Beispiel den Einbau von jungen Spielern.

«Man müsste eigentlich bereit sein, ergebnistechnisch ein Risiko einzugehen. Beim SC Freiburg etwa waren wir das, so ist es auch heute noch. Woanders geht das weniger. Ausbildung braucht Zeit - und hat der Ausbilder keine Zeit, geht es zwangsläufig zulasten der Ausbildung, der Qualität», sagte Dutt dem «Kicker». dpa

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11.02.2019 - 17:15 - 8einhalbtausendeuro fahrrad

Dornebusch-gyamerah baumgartner hoogland celozzi-lee losilla soares kruse-hinterseer weilandt

11.02.2019 - 11:35 - Keek1848

Vielleicht wäre für den VfL genau jetzt (mal wieder) die richtige Zeit auf junge, eigene Spieler zu setzen und ihnen die nötige Zeit zu geben.
Jährlich wird ne Menge Geld in die Jugendarbeit gesteckt, die Reserve aufgelöst um einen höheren Durchfluss in die 1. Mannschaft zu ermöglichen.
Ergebnis? Ich glaube wenn Fabian nicht gefehlt hätte gegen Paderborn hätten wir en Schnitt von über 30 in der ersten 11 gehabt.
Und wer von den Jungen hat denn bisher mal ne Chance bekommen? Baack hat glaube ich jetzt 2 Profispiele bestritten, oder sogar nur eins? Römling saß hin und wieder mal auf der Bank. Ja einen Leitsch haben wir integriert, das stimmt. Saglam scheint den Sprung auch nicht zu schaffen. Gül erst zu Düsseldorf, mittlerweile Wehen Wiesbaden. Bappoh, Pavlidis in die Eredivisie ausgeliehen...
Klar, es waren 6 oder 7 Jungs aus der A Jgd im Trainingslager und haben "Ihre Sache richtig gut gemacht". Aber wieviele von denen werden wirklich ihr erstes Profispiel im VfL Dress machen???
Da stellt sich die Frage ob man die Verträge von Großverdienern wie Hinterseer oder z.B. Weiland verlängern sollte oder ob man nicht doch mal auf die eigene Jugend setzt.
Sicher ist der Sprung von A-Jgd zur 2. Liga nicht zu unterschätzen, aber das wussten die Verantwortlichen auch damals schon als die 2. Mannschaft abgeschafft wurde. Von den damals angekündigten regelmäßigen Testspielen für die Reservisten ist auch herzlich wenig über geblieben.