Vahid Hashemian stürmte von 2001 bis 2004 und von 2008 bis 2010 für den VfL Bochum, spülte mit seinem Transfer zum FC Bayern München rund zwei Millionen Euro in die Kassen des Revierklubs. Doch was macht der einstige Torjäger heute?

Bundesliga

VfL Bochum: Was macht eigentlich... Vahid Hashemian?

Tizian Canizales
07. Mai 2020, 07:00 Uhr
Ex-VfL-Bochum-Stürmer Vahid Hashemian (im blauen Trikot) beim Torschuss. Foto: Joachim Haenisch

Ex-VfL-Bochum-Stürmer Vahid Hashemian (im blauen Trikot) beim Torschuss. Foto: Joachim Haenisch

Vahid Hashemian stürmte von 2001 bis 2004 und von 2008 bis 2010 für den VfL Bochum, spülte mit seinem Transfer zum FC Bayern München rund zwei Millionen Euro in die Kassen des Revierklubs. Doch was macht der einstige Torjäger heute?

Seit nun fast einem Jahr ist Hashemian Co-Trainer der iranischen Fußball-Nationalmannschaft. Als Assistent des ehemaligen Schalke-Stürmers Marc Wilmots versuchte er ab Ende Mai 2019, die Iraner zur Fußball-Weltmeisterschaft in Katar zu bringen. Bei der Auswahl seines Assistenten soll Wilmots dabei auch auf Hashemian gesetzt haben, weil der durch seine Zeit in Deutschland, genau wie Wilmots, perfekt Deutsch spricht und beide sich so leicht verständigen können. Hashemians Familie lebt nach BILD-Informationen noch in Hamburg-Harvestehude.

WM-Qualifikation mit dem Iran in Gefahr

Die Mission WM 2022 begann für die Iraner im Juni 2019 mit Spielen gegen Hongkong, Kambodscha, Bahrain und den Irak. Nach einem 2:0 in Hongkong und einem 14:0-Kantersieg gegen Kambodscha schienen die Iraner ihre Gruppe erwartet souverän für sich zu entscheiden, allerdings folgten zwei Pleiten gegen Bahrain (0:1) und den Irak (1:2). 


So kam es, dass nach dem sportlichen Misserfolg und angeblich ausgebliebenen Gehaltszahlungen der Belgier Wilmots im November 2019 das Handtuch warf. Seitdem ist der Kroate Dragan Skocic Hashemians neuer Vorgesetzter. Ende März sollten die Rückspiele in der WM-Qualifikation steigen, allerdings wurden diese wegen des Coronavirus ausgesetzt.  

Seine Bindung zu Deutschland hat Hashemian trotz seines Jobs im fernen Iran nie verloren. So traf die BILD-Zeitung Hashemian im September 2019 in Hamburg, wo seine Laufbahn in Deutschland einst begann. „Ich bin noch immer sehr dankbar, dass der HSV mir damals die sportliche Chance gegeben hat und mich aus meinem Heimatland verpflichtet hat“, sagte er da im Gespräch.

Zweimal beim VfL Bochum

Im Jahr 1999 holte der HSV Hashemian von Pas Teheran aus dem Iran, legte seinerzeit 375.000 Euro auf den Tisch. Bis 2001 kam er für die Hamburger zwölf Mal in der ersten Liga zum Einsatz, blieb allerdings torlos. Im Sommer des gleichen Jahres wechselte er ablösefrei zum VfL Bochum - ein Glücksgriff, wie sich herausstellen sollte. Für den VfL lief er insgesamt 137 Mal in der 1. und 2. Liga, im DFB-Pokal und im Ligapokal auf, knipste dabei 40 Mal. 


Im Sommer 2005 lotste der FC Bayern München Hashemian für zwei Millionen Euro nach Süddeutschland. "Ich hatte damals mehrere Angebote, unter anderem von Schalke und aus dem Ausland. Als aber das Angebot des FC Bayern kam, wusste ich, was zu tun ist. Bereits als ich nach Deutschland kam, war es mein Traum, für den FC Bayern zu spielen. In einem solchen Verein stand und steht quasi immer eine Weltauswahl auf dem Platz", erinnerte sich Hashemian im Spox-Interview. Mit den Münchnern holte er das Double aus Liga und DFB-Pokal, blieb aber insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Nur ein Jahr später ging er zu Hannover 96, kehrte im Sommer 2008 nach Bochum zurück. Dort blieb er bis 2010, ehe er 2012 im Iran seine Spielerkarriere beendete. Besonders in Erinnerung dürfte ihm neben dem Double auch die WM 2006 in Deutschland geblieben sein, bei der er für den Iran auflief.

Noch im gleichen Jahr heuerte er als Trainer beim SV Halstenbek-Rellingen in Schleswig Holstein an, ehe es über den Niendorfer TSV als Co-Trainer zur HSV-U17 und U19 ging. Im Mai 2019 wurde Vahid Hashemian dann als Co-Trainer der iranischen Fußballnationalmannschaft vorgestellt. Dabei will er es allerdings nicht belassen. "Mein Ziel ist es, Trainer in der Bundesliga zu werden. Ebenso will ich eines Tages iranischer Nationaltrainer werden. Dafür gebe ich alles", sagte er gegenüber Spox. 

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