08.11.2018

OL WF

Bezirksliga-Zugang feiert Tordebüt gegen Herne

Foto: Rainer Raffalski

Im gehobenen Fußballer-Alter von 27 Jahren hat Nicolas Külpmann noch einmal den Sprung gewagt und ist vor der Saison von der Bezirks- in die Oberliga gewechselt. Und dort hat der Mittelstürmer nun auch Fuß gefasst.

Die dritte Minute der Nachspielzeit läuft im Oberliga-Duell zwischen dem Schlusslicht Westfalia Herne und dem Tabellendritten Westfalia Rhynern, die Zuschauer haben sich schon mit einem 1:1-Unentschieden angefreundet. Doch dann ist er da - Neuzugang Külpmann, erst in der 78. Minute eingewechselt. Sein erstes Oberliga-Tor sichert der Elf von Trainer Torsten Garbe den achten Sieg im 13. Spiel. „So stellt man sich seinen ersten Treffer natürlich auch vor“, scherzte der 27-Jährige nach der Partie. 


Noch in der letzten Saison stürmte Külpmann bei seinem Stammverein SC Berchum/Garenfeld in der Bezirksliga. Doch wieso der späte Wechsel in die fünfthöchste Liga? „Vorher waren einfach nicht die Angebote da, die mich gereizt haben“, erzählt der Hagener und ergänzt: „Ich habe mich bei Garenfeld auch immer wohl gefühlt. Aber hätte ich die Chance jetzt nicht genutzt, wäre sie auch nicht mehr wiedergekommen. Dafür habe ich nun auch schon ein gewisses Alter erreicht.“ 

Zustande gekommen ist der Kontakt zum letztjährigen Regionalligisten über den Spieler Jan Kleine, mit dem Külpmann gemeinsam sein Sportstudium absolviert: „Jan wusste, dass sie auf der Suche nach einem Stürmer sind und hat dann bei mir angefragt, ob ich nicht Lust hätte.“ Zeitgleich kam auch noch eine Anfrage von Ligakonkurrenten FC Brünninghausen. 

„Weshalb ich mich dann doch für den längeren Weg nach Rhynern entschieden habe, weiß ich selbst nicht so genau. Wahrscheinlich, weil ich vermutet hatte, hier mehr Spielzeit zu bekommen“, gibt Külpmann lachend zu, der nun vier Mal in der Woche die einstündige Fahrt auf sich nimmt, dies allerdings auch gerne tut: „Menschlich ist das Team ganz große Klasse. Da merkt man wirklich, dass alle Bock haben Fußball zu spielen und es nicht um Geld oder Sonstiges geht. Es macht einfach Spaß.“ 

Und der Erfolg gibt der Garbe-Mannschaft aktuell Recht: Mit Platz drei steht die Westfalia im Soll, auch wenn es laut Külpmann keine Vorgabe für die Saison gegeben hatte: „Wir haben extra kein Ziel ausgerufen, wie etwa den direkten Wiederaufstieg. Wir schauen einfach, zu was es reicht, auch wenn der Anspruch natürlich schon einen Platz unter den ersten Fünf beinhaltet.“ Für sich selbst sehen die Ansprüche dann noch ein wenig anders aus, wie der Sportstudent, der bisher ein Spiel über die volle Länge bestreiten durfte, berichtet: „Ich möchte möglichst viel spielen und natürlich auch Tore machen. Wenn es dann so entscheidende sind wie gegen Herne, ist mir das am liebsten.“

Autorin: Linda Sonnenberg

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