VfL gegen Köln

Volles Haus und fast volle Kapelle

Krystian Wozniak
04. August 2018, 10:00 Uhr

Foto: firo

Vor ausverkauftem Haus, am Freitag wurden die letzten Stehplatztickets verkauft, eröffnen der VfL Bochum und der 1. FC Köln ihre Saison.

Los geht’s. Vorbei ist es mit der Theoretisiererei, die Glaskugel wird in die Ecke gepackt, nur noch der Ball rollt. Vor ausverkauftem Haus, gestern wurden die letzten Stehplatztickets verkauft, eröffnen für sich der VfL Bochum und der 1. FC Köln die Zweitliga-Saison. Holstein Kiel und der Hamburger SV waren am Freitagabend schon dran.

Lange wollte sich VfL-Trainer Robin Dutt nicht konkret zu seiner ersten Startelf äußern, wollte die Motivation bei allen Beteiligten damit hoch halten und den internen Konkurrenzkampf unter Dampf. Das ist gelungen, niemand hat sich hängen gelassen, bislang ziehen alle an einem Strick. Aber jetzt kommt die Selektion. Zunächst geht es um die 18 Akteure, die auf dem Spielbericht stehen werden, dann um die Startelf. Könnte er, wie bei der Weltmeisterschaft, auch im Ligabetrieb 23 Spieler nominieren, würde Dutt sich freuen. Das hat der VfL-Trainer schon vor ein paar Wochen klar geäußert.


20 Feldspieler konkurrieren um 16 Kaderplätze

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft indes eine Kluft, die auch Dutt nicht schließen kann. Deshalb wird es, wie immer zu Saisonbeginn, Enttäuschungen geben. Obwohl Sebastian Maier wegen einer Innenbanddehnung nun doch nicht zur Verfügung steht (Dutt: „Schade, er hatte eine gute Vorbereitung und hätte auch gespielt“), konkurrieren noch 20 Feldspieler um 16 Plätze. Vier Spieler müssen also in den sauren Apfel beißen und mit einem Platz auf der Tribüne vorlieb nehmen. „Die Gespräche dazu sind alle geführt, das lässt einen menschlich nicht kalt“, sagte Robin Dutt und ließ anklingen, dass die Leistungsunterschiede innerhalb des Bochumer Kaders derzeit gering sind: „Wir sind vielleicht noch kompakter als letztes Jahr. Die Jungen haben aufgeholt, die Alten noch mal einen Pflock gesetzt. Es gibt einige Spieler, bei denen es um die Frage Startelf oder Tribüne gegangen ist.“ So eng, soll das heißen, geht es momentan zu beim VfL.

Vermutlich nicht im Fall von Manuel Riemann. „Er hat sich stetig gesteigert und ist jetzt wieder bei 100 Prozent“, sagte Dutt. Die Nummer eins des VfL Bochum wird also trotz leichter Verletzungsprobleme zwischen den Pfosten stehen. Auch Robbie Kruse dürfte beginnen. Der australische Nationalspieler hat als Nachzügler keinen Sonderstatus. „Ich bewerte ihn wie jeden anderen auch“, sagte der VfL-Trainer, der sich lediglich die Frage stellt, ob Kruses Kräfte für „90 Minuten oder 60 reichen“. Man darf also davon ausgehen, dass der WM-Teilnehmer beginnen wird, ebenso wie Sidney Sam. Robin Dutt will mit der bestmöglichen Elf beginnen und dann schauen, wen man später in welcher Position bringen kann.

Nur Feinheiten werden verändert

Ganz eng scheint der Konkurrenzkampf zwischen Stefano Celozzi und Jan Gyamerah zu sein. Wer den etwas fitteren Eindruck macht, wird voraussichtlich spielen - auf der rechten Außenverteidiger-Position. Links hat derzeit Danilo Soares klar die Nase vorne.

Ob Robin Dutt wegen des Ausfalls von Sebastian Maier und Thomas Eisfeld auch das Spielsystem ändern wird, darüber kann man nur spekulieren. „Wir werden nur Feinheiten verändern“, sagte er gestern.

Autor: Michael Eckhardt

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