Aschenplatz macht dem SV Scherpenberg zu schaffen

29.01.2019

Landesliga

Aschenplatz macht dem SV Scherpenberg zu schaffen

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Der SV Scherpenberg steht auf einem Abstiegsplatz in der Landesliga Niederrhein II, kann diesen aber, bei zwei ausstehenden Nachholspielen, noch vor dem Rückrundenstart verlassen. 

Timo Barbeln, Trainer des Landesligisten SV Scherpenberg, hat viele Antworten, wenn er über die Gründe nachdenkt, weshalb sein Team momentan auf einem Abstiegsplatz in der Landesliga steht: „Ich denke, dass die Erwartungshaltung vor der Saison einfach zu hoch war. Aus der Erfahrung weiß man, dass das zweite Jahr als Aufsteiger immer das schwierigste ist. Aktuell sind wir auf dem Boden der Tatsachen angekommen“, betont Barbeln.

 
Sein Vorgänger Sezgin Demirci, der bis Oktober Verantwortlicher der Mannschaft war, hatte als ursprüngliches Ziel das Erreichen der oberen Tabellenhälfte ausgegeben. Davon weicht der neue Trainer nun ab: „Der Verein wollte nach Abgängen von einigen Leistungsträgern eine junge Mannschaft aufbauen, die konkurrenzfähig ist. Deshalb war die Zielsetzung übertrieben und wir peilen nun den Klassenerhalt an“, sagt Barbeln. 

Seitdem der 35-jährige Trainer der Mannschaft aus Moers ist, läuft es im Ligabetrieb besser. Zehn Punkte konnten aus sieben Partien eingefahren werden. Mit dem aktuellen Stand der Vorbereitung ist der Trainer zufrieden, obwohl sein Team nicht auf der eigenen Anlage trainieren konnte: „Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse konnten wir auf unserem Aschenplatz keine einzige Einheit absolvieren.“ 

Scherpenberg landet einen Transfercoup

Damit die Vorbereitung nicht komplett in den Sand fällt, hat sich der SV Scherpenberg mit dem VfL Repelen darauf geeinigt, dass der SVS den Platz gegen eine Gebühr benutzen darf: „Wir sind sehr dankbar, dass wir die Kooperation mit Repelen eingehen konnten“, sagt Barbeln. Zwei Wochen vor dem Pflichtspielstart ist der junge Trainer selbstbewusst: „Wir gehen gestärkt in die Rückrunde. Die Qualität innerhalb der Mannschaft ist zweifelsohne vorhanden. Falls wir alle an einem Strang ziehen, ist der gesamte Verein überzeugt, dass wir in der Liga bleiben werden.“ 

Auf dem Transfermarkt hat der SV Scherpenberg ebenfalls zugeschlagen und erfahrene Spieler verpflichtet. Vor allem der Transfer des offensiven Mittelfeldakteurs Dennis Terwiel (VfB Speldorf) kann als Coup bezeichnet werden. Der 30-Jährige bringt nämlich die Empfehlung aus 163 Oberligapartien mit nach Scherpenberg. Der Coach ist dementsprechend erfreut über die jetzige Personalsituation: „Wir wollten mehr Konkurrenzkampf im Team und das ist uns durch die Zugänge gut gelungen. Jetzt setzen wir den letzten Feinschliff im konditionellen und taktischen Bereich, bis das erste Meisterschaftsspiel ansteht“, erläutert Barbeln. 

Diese besagte erste Partie im Jahr 2019 ist direkt ein wichtiges Spiel für Scherpenberg. Dort empfangen die Hausherren die punktgleichen Gäste SV Hö/Nie (Sonntag, 10.02.2019): „In diesem Duell dürfen wir auf keinen Fall verlieren. Wir wollen zuhause eine Macht werden und das Spiel für uns entscheiden, damit wir uns schnell von den Abstiegsrängen verabschieden können“, erklärt der Trainer voller Tatendrang. 

Autor: Fabrice Nühlen

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