Bundesliga

Allofs will Umverteilung: Große wie Bayern und BVB müssen etwas abgeben

21. Oktober 2020, 08:46 Uhr
Foto: dpa

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Klaus Allofs will sich als Vorstand des Zweitligisten Fortuna Düsseldorf für weitreichende Veränderungen im Fußball einsetzen und dabei auch den großen Clubs wie dem FC Bayern München Geld wegnehmen.

„Wir brauchen ein Bündel an Maßnahmen, um den Konkurrenzkampf wieder zu fördern. Es wird immer bessere und schlechtere Mannschaften geben. Aber sie müssen näher zusammenrücken“, forderte der 63-Jährige in einem Interview der „Sport Bild“. „Ich bin sehr gespannt, welche Ideen und Lösungsansätze sich aus der Task Force heraus entwickeln. Wir müssen über die Verteilung der TV-Gelder reden“, sagte Allofs.

Er erwarte keine Begeisterung beim deutschen Rekordmeister oder anderen Top-Clubs wie Borussia Dortmund. „Ich kann verstehen, dass es nicht im Interesse des FC Bayern ist, der sich das alles erarbeitet hat, zu teilen, um andere zu stärken. Aber die Gesamtentwicklung des deutschen Fußballs müssen auch Bayern München und Borussia Dortmund im Blick haben. Wir brauchen eine Neuordnung. Es geht um das ganze System Fußball“, sagte Allofs.

Der frühere Fortuna-Torjäger, der seit September zum Präsidium seines langjährigen Clubs zählt, ist neben Vorstand Sport Uwe Klein nun auch für den Fußball beim Bundesliga-Absteiger zuständig. dpa

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22.10.2020 - 14:01 - Ruhrperle

Ach so, Geld fehlt.... ! Und das bekommt man durch Umverteilung der Fernsehgelder....
Mal angenommen , Geld kommt .
Was machen die "Experten" , "Fußballweisen" im Verein mit der Kohle ? Diesmal intelligent und weitsichtig damit planen und umgehen ?
Oder geht es bei den Chaoten, Finanzakrobaten und Selbstdarstellern weiter den Bach runter ? Sind gewisse Vereine auch in Zukunft ein Fass ohne Boden ?
HSV, Schalke, Hertha, Nürnberg ,Hannover , Karlsruhe, Bochum...Ruhmreiche Vereine !
Inwieweit waren Mißwirtschaft und schlechtes Management verantwortlich für die Abstürze - und nicht Mangel an Geld ?
Schalke ist doch ein aktueller und akuter Fall von Lotterwirtschaft , Verschwendung, Fehleinkäufen, Großmannssucht - scharfzüngig ausgedrückt :
Dilettanten , Nieten und Versager haben über das Wohl(?) des Vereins entschieden... und entscheiden auch weiterhin !
Ähnliches gilt auch wohl für den HSV !
Was mögliche Ursachen für die Abstiege der anderen o.a. Vereine sind, müssten Interessenten wohl mühsam recherchieren....
Solange manche Vereine nicht in der Lage sind, durch QUALIFIZIERTE Gremien, Kontrollorgane usw. die Spreu vom Weizen zu trennen , es bei Mitgliederversammlungen schlimmer abgeht als beim Vereinstreffen XY " im Hinterzimmer der Bahnhofskneipe II.Klasse " - ist es ein Unding , sie noch durch Fernsehgelder zu " belohnen " !
Seriös und erfolgreiche handelnde Vereine belohnen sich selbst durch gute Tabellenplätze - und müssen nicht durch " Schnorren " dahin vegetieren...
Zwei (evtl. drei) Vereine steigen eh ab - will der Fan beurteilen , wecher Verein den Abstieg oder Aufstieg " verdient " hat ?

21.10.2020 - 16:27 - Kuk

Die Angleichung der TV-Gelder ist der falsche Schritt. Er vergrößert den Abstand zwischen dem FCB, die auf diese Einnahmen
gar nicht angewiesen sind, und dem Rest der Liga.

Die TV-Gelder der BL honorieren die Leistung der letzten Jahre bzw. Jahrzehnte.
Bsp.: Platz 1-6: FCB, BVB, B04, RBL, BMG, 1899
Quelle: https://www.fernsehgelder.de/2020-21/ranking/
Wer möchte bestreiten, dass diese Vereine in den letzten Jahren gut gearbeitet haben ?
Ich vermute, dass gerade DIESE TV-Gelder für BMG enorm wichtig sind, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Im Fußball zahlt sich langfristig (ab ca. 10 Jahre) kontinuierliche und gute Arbeit aus (BVB, BMG, 1899. RBL).
Damit habe ich kein Problem.

Problematisch ist, dass der Sprung in das internationale Geschäft (EL).
Mannschaften wir Frankfurt oder Köln haben dies in den letzten Jahren erfahren.
Hier sollte (dringend) angesetzt werden, so lange die TV-Gelder der EL die zusätzlichen Aufwände nicht adäquat decken.

21.10.2020 - 16:00 - Tschiskale

Zitat Unholt "Aber bei Fernsehgeldern sollte es zumindest fair zugehen. Jetzt kommt wieder, Bayern/Dortmund hat mehr Fans die das sehen wollen. Richtig... aber dafür können sie sich aufgrund ihrer Reichweite besser vermarkten und haben dadurch den gewissen finanziellen Vorteil."

Völlig richtig. Und es ist nicht ein gewisser finanzieller Vorteil, sondern ebenfalls eklatant. Durch die quasi sichere Teilnahme an der Zaster-League gibt es noch mal EUR 50+ Mio on top. Aber den Hals bekommt man halt nicht voll und die Leute rennen immer noch wie die Schafe zum Fußball. Es war mal relativ fair und spannend, aber die Zeiten sind vorbei. Und ein "da sollen die unten besser arbeiten" passt auch nicht, da der Vorsprung so groß ist, dass jeglicher Aufbau einer guten Mannschaft immer mit Abwerben der Spieler unterbunden werden kann und wird.

21.10.2020 - 12:28 - Captain Chaos

Bald wird er sich mit Dödeldorf in Liga 3 und dann in Liga 4 wiederfinden. Da kann er keine Ansprüche stellen an den Geldern der BuLi Clubs.

21.10.2020 - 11:18 - Unholt

@Micki1805
Hast dich schon mal über die Verteilung der TV Gelder informiert? Allein der Unterschied bei der nationalen TV-Gelder Verteilung ist gigantisch. Bayern bekommt knapp 70,2 Mio. und der Aufsteiger Bielefeld 29,1 Mio.. Stuttgart ist auch Aufsteiger und bekommt 38,4 Mio., was knapp 9 Mio. mehr sind gegenüber Bielefeld. Und noch interessanter ist es, dass Union Berlin mit 32,6 Mio. knapp 5,8 Mio. weniger als Stuttgart bekommt, obwohl die in der letzten Saison Bundesliga gespielt haben. Wir reden hier nur von der nationalen Vermarktung. Bei der internationalen Vermarktung sind die Sprünge zwischen Bayern und den genannten noch viel gewaltiger.
Warum sich aber ausgerechnet ein Düsseldorfer aufregt, verstehe ich hier nicht. Denn Düsseldorf kassiert in der 2. Liga 21,8 Mio., wohingegen die Würzburgen als Aufsteiger nur 7,5 Mio. bekommen. Das sind 14,3 Mio. unterschied in der gleichen Liga. Ich finde, dass die Vereine aus einer Liga alle das gleiche am Anfang einer Saison bekommen sollten. Am Ende der Saison sollten dann Prämien Anhand der Platzierung ausgeschüttet werden. So können alle nur erst einmal mit dem gleichen Geld aus der TV Vermarktung kalkulieren. Und wer eine gute Saison gespielt hat, wird am Ende belohnt und hat mehr Geld für die Planungen der Folgesaison.
Die restlichen Werbeweinnahmen sind halt sehr unterschiedlich. Da kann man halt nicht viel machen. Aber bei Fernsehgeldern sollte es zumindest fair zugehen. Jetzt kommt wieder, Bayern/Dortmund hat mehr Fans die das sehen wollen. Richtig... aber dafür können sie sich aufgrund ihrer Reichweite besser vermarkten und haben dadurch den gewissen finanziellen Vorteil.

21.10.2020 - 10:49 - asaph

Rech hat er. Und bei den beiden Platzhirschen wird es auch bald bröckeln, bei Dortmund schon seit gestern....

21.10.2020 - 10:33 - Grattler

Was soll der BxB den geben?
Die haben 120 Millionen Euro Minus gemacht und nähern sich über die A40 Gelsenkirchen immer schneller.

21.10.2020 - 10:03 - Micki1805

das ist wieder typisch Allofs - in Wolfsburg hat er da nicht von gesprochen - da hatte er genug Geld bekommen.
So einen quatsch - warum will Düsseldorf mehr Fernsehgelder - wann ist die 2. Liga mal im TV zusehen???
Denke, dass Bayern, Dortmund und andere Vereine sich über Jahre das wirtschaftlich erarbeitet haben.
Naja er muss ja was machen in Düsseldorf. Hat wenigstens was zutun.