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Alemannia Aachen: Ex-Essener Dahmani feiert Heim-Debüt nach Maß

RevierSport
04. Oktober 2020, 08:30 Uhr
Hamdi Dahmani, hier noch für Rot-Weiss Essen am Ball, brachte Alemannia Aachen gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach früh in Führung. Foto: Thorsten Tillmann

Hamdi Dahmani, hier noch für Rot-Weiss Essen am Ball, brachte Alemannia Aachen gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach früh in Führung. Foto: Thorsten Tillmann

Bereits nach fünf Spielminuten hat sich Ex-RWE-Spieler Hamdi Dahmani sein Heimdebüt für seinen neuen Verein Alemannia Aachen vergoldet. Der 32-Jährige erzielte im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach II die 1:0-Führung und mischte zudem die gegnerische Defensive ordentlich auf. 

Stipe Batarilo nimmt auf der linken Seite Fahrt auf, schaut kurz hoch, sieht Hamdi Dahmani im Strafraum starten und spielt einen perfekten Querpass nach innen – der Deutsch-Tunesier muss in seinem zweiten Einsatz für Alemannia Aachen nur noch den Fuß hinhalten, bevor die 2700 Zuschauer auf dem Tivoli die frühe Führung ihrer Mannschaft gegen Borussia Mönchengladbach II bejubeln dürfen. Für Dahmani ist es der erste Treffer im schwarz-gelben Dress, nachdem er vor knapp einem Monat von Rot-Weiss Essen an die Krefelder Straße wechselte.

„Das ist natürlich ein sehr schönes Gefühl“, berichtete der gebürtige Kölner nach der Partie, hatte aber für die gesamte Mannschaft der Alemannia ein Lob parat: „Wir wussten vor diesem Spiel nach unserer Corona-Pause überhaupt nicht, wo wir stehen. Es ist maximal erfreulich, dass wir uns mit einem Heimsieg zurückmelden konnten. Wir haben von Beginn an die Vorgaben sehr gut umgesetzt. Das frühe Tor spielte uns natürlich in die Karten“, bilanzierte der Offensivspieler, der von Alemannia-Trainer Stefan Vollmerhausen als Sturmspitze eingesetzt wurde. Die Entstehung des Tores hatte Dahmani nach dem Spiel noch genau im Kopf. „Ich hatte nur den Ball im Blick. Stipe hat einen tollen Sprint hingelegt und ihn dann genau dahin gespielt, wo ich ihn hinhaben wollte. Ich musste nur noch einschieben“, zeigte sich der ehemalige Essener glücklich über seinen gelungenen Heimeinstand. 

Dahmani trotz starker Leistung bescheiden, auch Hackenberg zufrieden

Das intensive Spiel passte zum agilen Angreifer des TSV, Dahmani machte im Sturmzentrum viele Bälle fest und war bis zu seiner Auswechslung in der 72. Minute Dreh- und Angelpunkt des Aachener Offensivspiels. „Ich habe im Zentrum nur die Räume zugemacht und versucht, bei eigenen Angriffen immer gefährlich zu sein und jeden Ball zu verfolgen. Viel mehr Aufwand als ich hatten die Jungs auf den Außenbahnen, die sehr viel gelaufen sind“, blieb er bescheiden. Der Matchplan des Trainers sei es gewesen, die Gäste nicht ihr eigenes Spiel aufzuziehen zu lassen. „Gladbach ist sehr spielstark. Wir wussten, dass wir es vermeiden müssen, ihnen die Räume zu gewähren, die sie brauchen. Sie hatten zwar mehr Ballbesitz, aber am Ende geht unser Sieg in Ordnung“, analysierte Dahmani.

Auch Alemannia-Abwehrhüne Peter Hackenberg sah eine über weite Strecken konzentrierte Leistung seiner Mannschaftskollegen. „Wir haben viele Zweikämpfe gewonnen und uns auch offensiv sehr gut präsentiert. Bei dem Wetter und diesem Gegner nicht sehr einfach“, konstatierte der 31-Jährige. Bezüglich des aktuellen Standes seines Teams blieb er knallhart und nüchtern. „Wir haben gewonnen, ja. Jedoch haben wir im dritten Spiel unseren zweiten Sieg eingefahren und gerade die Abstiegsränge verlassen“, stellte der Verteidiger klar. Der Blick der Vollmerhausen-Elf sei schon wieder auf Dienstag gerichtet, wenn mit dem Spiel gegen den SV Lippstadt der nächste Heimauftritt ansteht. „Wir haben einen kleinen Kader, von daher ist es wichtig, schnell zu regenerieren. Ich hoffe, am Dienstag tragen uns die Fans auch wieder wie gegen Gladbach, das hat Spaß gemacht“, merkte Hackenberg an. 

Autor: Leon Peters

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04.10.2020 - 12:41 - elfmeterkiller

Ich freue mich für Dahmani.
Cooler Typ. Hatte bei unseren Trainern leider keine Lobby.
Er dürfte sein Potential bei uns nich abrufen. Dafür braucht er mehr Einsatzzeit und das Vertrauen seines Coaches.
Dann hat man an ihm seine Freude.
In Aachen wird er es unter Beweis stellen.
Hoffentlich nicht gegen RWE.