Es gibt zweifellos viel Positives herauszufiltern, seit der MSV Duisburg vom Gespann Jürgen Kohler/Andreas Zachhuber geschliffen wird.

MSV: Mannschafts-Leistung und Fitness stimmen, aber...

tt
10. Februar 2006, 10:19 Uhr

Es gibt zweifellos viel Positives herauszufiltern, seit der MSV Duisburg vom Gespann Jürgen Kohler/Andreas Zachhuber geschliffen wird.

Es gibt zweifellos viel Positives herauszufiltern, seit der MSV Duisburg vom Gespann Jürgen Kohler/Andreas Zachhuber geschliffen wird. Das Team strahlt mehr Power, mehr Risikobereitschaft aus, wirkt gefestigter, lässt sich nicht so leicht aus dem Konzept bringen. Die lange vermisste Sicherheit im Ball-Transport wird immer mehr vorangetrieben.

Trotzdem läuft nicht alles nach Wunsch. "Mit der Mannschafts-Leistung, die wir in Dortmund abgerufen haben, können wir durchaus zufrieden sein", stellte Abwehr-Chef Marino Biliskov fest, "aber es ist nicht das, was dich in der Bundesliga hält. Um drinzubleiben, musst du Punkte sammeln. In Dortmund hatten wir wieder so eine Chance, schade, dass es nicht geklappt hat."

Anstatt für eine Überraschung zu sorgen, kassierten die lange frechen Zebras ein Tor nach einem Getümmel vor dem eigenen Kasten. "Der Ball kam auf den zweiten Pfosten, wurde irgendwie verlängert, ein Dortmunder stand völlig frei. Vielleicht war das bei uns eine Konzentrations-Sache", zuckte Biliskov mit den Schultern. Trainer Jürgen Kohler: "So etwas kann immer Mal passieren, dass ein Spieler nach so einem Ball freisteht. Brzenska hat gar nicht richtig getroffen, das Ding ist ins lange Eck gehuppelt. Schade, dass meine Jungs für ihr Engagement nicht belohnt worden sind."

Was auch gegen die Borussen auffiel: Die MSV-Profis hielten ihre Positionen, taktierten gewitzt, machten Dortmund das Leben richtig schwer. "Wenn wir eine Chance reinmachen, sieht es ganz anders aus", stellte Biliskov fest, "wir haben insgesamt diszipliniert agiert, alle Leute sind fit, keiner ist nach dem Match müde. Man sieht, dass die Truppe gut arbeitet. Jeder einzelne hat sich gefunden und wird akzeptiert. Ich bin glücklich, dass unser Spiel von mehr Cleverness geprägt ist. Wir halten hinten dicht, spielen ziemlich sichere Bälle, der Gegner wird unruhig. Dann kommen zwangsläufig Möglichkeiten für uns." Aber nicht automatisch der Erfolg. Der Ex-Wolfsburger blickt auf die kommende Partie: "Ich weiß nicht, ob Gladbach gegen uns mit zwei oder drei Spitzen kommt. Zuhause müssen wir sicherlich mit mehr Mut agieren, mehr nach vorne machen, die Borussia unter Druck setzen. In unserer Situation sind drei Punkte Pflicht." Der Kroate zeigt auf: "Die Saison geht langsam vorbei, alles ist sehr knapp. Ein, zwei Siege, dann bist du wieder voll dabei."

Autor: tt

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