Viel besser als ein Großteil der etwa 2.500 Fans beim Schalker Trainingsstart verkauften die Spieler die Installation von Mirko Slomka zu ihrem neuen Chef-Trainer.

SCHALKE - Kuranyis Größenordnung

hb
07. Januar 2006, 14:35 Uhr

Viel besser als ein Großteil der etwa 2.500 Fans beim Schalker Trainingsstart verkauften die Spieler die Installation von Mirko Slomka zu ihrem neuen Chef-Trainer.

Viel besser als ein Großteil der etwa 2.500 Fans beim Schalker Trainingsstart verkauften die Spieler die Installation von Mirko Slomka zu ihrem neuen Chef-Trainer. „Ich finde das in Ordnung, Er kennt die Mannschaft sehr gut, wir haben Respekt vor ihm“, nickte Christian Poulsen. „Natürlich steht jetzt die Mannschaft noch mehr in der Pflicht, aber als Profi musst du immer Verantwortung tragen. Egal, wie der Trainer heißt“, betonte der Däne.

Sein Landsmann Ebbe Sand blies ins gleiche Horn. „Das ist ein Sprung vom Co-Trainer zum Chef, aber ich glaube, dass er es schaffen kann. Er soll sich nicht ändern, das kann er auch gar nicht, das hat er uns in der Ansprache auch gesagt“, berichtete der Kapitän aus der Kabine, nachdem er erst kurz zuvor von der Beförderung Slomkas erfahren hatte.

Gerald Asamoah dagegen zeigte sich nicht sonderlich überrascht. „„Vorher waren große Namen im Gespräch, aber wir als Mannschaft müssen es akzeptieren und sind jetzt gefordert. Ich wusste aber schon vorher, wenn der Verein keinen Trainer findet, dass die beiden weiter machen“, glaubt der Nationalspieler, mit der Kombination Slomka/Reck „erfolgreiche Arbeit leisten“ zu können.

Das fehlende Renommee kann sich Slomka noch verdienen, wenn es nach Kevin Kuranyi geht. „Das war eine schöne Überraschung. Er kennt die Mannschaft und weiß, wie jeder denkt“, hob der Stürmer-Star an und stellte fest: „Wenn die Mannschaft gute Leistung bringt, wird aus dem kleinen Trainer vielleicht ein großer.“

Slomkas Werdegang betrifft schließlich auch die Reputation der gesamten Mannschaft. „Das muss funktionieren, denn wir wollen noch mindestens den dritten Platz erreichen und wieder Champions League spielen“, macht Sand klar. „Wir können uns nicht erlauben, am Anfang ein Spiel zu verlieren, sondern müssen eine Serie starten. Wir haben Erfahrung ohne Ende. Egal, welcher Trainer, ob Mirko Slomka oder ein anderer: Es geht um Schalke!“

Autor: hb

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