Was die Belastung angeht, lässt man es bei den Zebras vor und nach dem punktspielfreien Wochenende etwas ruhiger angehen.

"Co" Stefes fühlt sich bei leistungsbereiter Zebra-Gruppe wohl

07. Oktober 2005, 12:02 Uhr

Was die Belastung angeht, lässt man es bei den Zebras vor und nach dem punktspielfreien Wochenende etwas ruhiger angehen.

"Wir trainieren momentan nur ein Mal am Tag", erklärt Co-Trainer Manfred Stefes, "die Woche können wir nutzen, um zu Kräften zu kommen. Die Jungs sind bisher gut marschiert und fit, die Truppe ist körperlich voll da. Bei uns stehen Ruhe und Regeneration im Vordergrund."
Allerdings wird das Samstags-Match beim Ex-Bundesligisten KFC Uerdingen als willkommene Abwechslung angesehen. Stefes: "Die Partie ist gut, um im Rhythmus zu bleiben. Da ist ein Wettkampf, auch wenn es nur gegen einen Oberliga-Club geht."
Nicht auflaufen wird im Zebra-Dress Martin Djetou. Der 30-jährige französische Ex-Nationalspieler war zunächst als Gastspieler angedacht gewesen, doch mittlerweile verwarf die Sportliche Leitung des MSV diesen Gedanken. Djetou stand auch mit dem 1. FC Saarbrücken in Verbindung, im Lager der Saarländer geht man allerdings davon aus, dass er bei den Zebras unterschreibt. Manfred Stefes: "So weit ich informiert bin, absolviert Djetou momentan ein Probetraining in England."
Sieht man sich die Entwicklung im MSV-Defensiv-Bereich an, scheint die anfängliche Unsicherheit, die mit dem 3:5 in Kaiserslautern ihren negativen Höhepunkt fand, abgeschüttelt. "Das FCK-Spiel muss man unter der Rubrik lernen einstufen", blickt der 38-Jährige auf das Betzenberg-Spektakel zurück, "unsere Abwehrleute haben sich mittlerweile gefunden und ihre Sache gerade in den letzten beiden Begegnungen gegen Nürnberg und Hannover sehr ordentlich gemacht. Bei uns wird energischer, aggressiver in die Zweikämpfe gegangen, nur so kann man in der Bundesliga bestehen."
Dass die Meidericher dieses Ziel erreichen, dafür will auch Manfred Stefes seinen Beitrag leisten. Der ehemalige Düsseldorfer Profi sieht sich keineswegs als "fünftes Rad am Wagen", sondern wird in die Entscheidungen sowie Aufgaben-Verteilungen des Trainer-Stabes voll einbezogen. "Wenn ich nur beim MSV wäre, um mit verletzten Spielern Runden zu drehen, würde ich mich unterfordert fühlen. Dann hätte ich meine Prüfung zum Fußball-Lehrer gar nicht erst ablegen müssen", sagt Stefes.
Der Sommer-Neuzugang hat von der Arbeits-Bereitschaft des MSV Duisburg einen guten Eindruck. "Das ist hier eine leistungsbereite Gruppe, es macht unheimlich viel Spaß, mit den Jungs zu trainieren", stellt er fest und ergänzt: "Bei Niederlagen darf man nicht gleich alles in Frage stellen und alles verdammen. Im letzten Jahr hat der MSV viele Erfolge gefeiert, jetzt spielen wir in einer anderen Liga. Man muss auch verlieren lernen."
Warum der Neuling gerade in den Auswärtsspielen stets in den ersten zehn Minuten mit einer Art Gegentor-Fluch belegt ist, vermag auch Manfred Stefes nicht zu beantworten. "Wenn wir eine hundertprozentige Erklärung dafür hätten, dann könnten wir diese Sache abstellen. Uns bleibt nichts anderes übrig, als immer wieder darauf hinzuweisen und versuchen, es in den Griff zu bekommen." Der ehemalige Mönchengladbacher weiter: "Es gibt ja auch ähnliche Situationen, wie zum Beispiel Standards. Erst gelingen dir daraus Tore, dann klappt auf ein Mal wochenlang gar nichts mehr. Im Fußball sind manche Dinge eben nicht zu erklären."

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