Das hatte Dennis Lamczyk in seiner bisherigen Karriere noch nicht erlebt. Am vergangenen Wochenende avancierte der 18-jährige Keeper der Schalker „U19“ zum Springer zwischen drei Abteilungen.

SCHALKE - „King Kahn“ in Königsblau

hb
26. August 2005, 12:17 Uhr

Das hatte Dennis Lamczyk in seiner bisherigen Karriere noch nicht erlebt. Am vergangenen Wochenende avancierte der 18-jährige Keeper der Schalker „U19“ zum Springer zwischen drei Abteilungen.

Das hatte Dennis Lamczyk in seiner bisherigen Karriere noch nicht erlebt. Am vergangenen Wochenende avancierte der 18-jährige Keeper der Schalker „U19“ zum Springer zwischen drei Abteilungen.

Am Freitag ging zunächst die Reise mit der Bundesliga-Truppe nach Bremerhaven, wo er erstmals in seiner Fußball-Karriere Profiluft schnupperte. „Das war schon sehr aufregend, plötzlich mit Frank Rost das Hotelzimmer zu teilen. Aber er und auch alle anderen Spieler waren sehr nett zu mir“, machte Lamczyk gute Erfahrungen mit seinem Crash-Kurs in die Welt der Stars. Wie gut, dass mit Niko Bungert, Markus Heppke und Mario Klinger drei Jungs im Schlepptau waren, die dem Schlussmann die Integration in der Rangnick-Elf leicht machten.

Obwohl Lamczyk in Bremerhaven und damit im DFB-Pokal nicht zum Einsatz kam, eine wichtige Erfahrung für den Pennäler, der im nächsten Jahr an der Friedensschule in Münster sein Abitur bauen will. Da es abends mit dem Flieger zum Schalke-Airport Münster/Osnabrück ging und seine Eltern ihn vom Flughafen abholten, lag Lamczyk am Samstag wie üblich um kurz nach elf Uhr im Bett.

Die richtige Vorbereitung, um am Sonntag eine Doppelschicht zu fahren. Denn zunächst fuhr der „Schnapper“, der wegen seiner strohblonden Haare in Anlehnung an einen gewissen Herrn Kahn den Spitznamen „Olli“ weg hat – mit der Schalker „U 19“ den ersten Saisonsieg ein. Während Lamczyk aber mit den Junioren gegen LR Ahlen gewann (3:2), musste er nachmittags als Ersatzmann hinter Fanny Evers eine 1:3-Niederlage der zweiten Mannschaft gegen die Gäste von der Werse erleben.

Am kommenden Sonntag wird Lamczyk ausschließlich der Jugend zur Verfügung stehen. Und das beim Gipfeltreffen in Bochum. „Der VfL war drei Mal hintereinander Westdeutscher Meister. Klar sind die in diesem Jahr wieder Favorit, aber ich sehe uns auch nicht schlechter als im letzten Jahr“, will Lamczyk dem Revier-Nachbarn auf Augenhöhe begegnen.

Ob er aber seinen Traum vom Profi-Fußball, der durch den Ausflug nach Bremerhaven neue Nahrung erhielt, in die Tat umsetzen kann, mag Lamczyk selbst noch nicht einzuschätzen. Seinem Vorgänger Manuel Neuer wird bereits eine große Zukunft voraus gesagt, wahrscheinlich wird der „U19“ –National-Keeper langfristig als Nachfolger von Rost aufgebaut. Eine Hürde mehr für den ehrgeizigen Lamczyk, die er überwinden muss.

Autor: hb

Kommentieren