Kaum hat Torjäger Ailton den FC Schalke 04 in Richtung Türkei verlassen, wird die erste schmutzige Wäsche gewaschen. Die Vorwürfe des Brasilianers an seine Adresse wies Coach Ralf Rangnick entschieden zurück.

Rangnick wehrt sich gegen Ailtons Abrechnung

22. Juli 2005, 14:07 Uhr

Kaum hat Torjäger Ailton den FC Schalke 04 in Richtung Türkei verlassen, wird die erste schmutzige Wäsche gewaschen. Die Vorwürfe des Brasilianers an seine Adresse wies Coach Ralf Rangnick entschieden zurück.

Der Vertragsunterzeichnung am Donnerstag bei Besiktas Istanbul folgte der Frontalangriff auf seinen Ex-Klub Schalke 04. Torjäger Ailton klagte massiv über seine vorherige Situation bei den "Königsblauen" und zielte dabei besonders auf Cheftrainer Ralf Rangnick. "Ich habe in den letzten Monaten die Freude am Fußball verloren. Von Tag zu Tag häuften sich die Probleme. Für alles musste ich den Kopf hinhalten. Ich war immer der Dumme. Rangnick hat mich benutzt, um von eigenen Problemen abzulenken", sagte der Brasilianer der Bild-Zeitung und monierte einen Mangel an Respekt und Verständnis beim Trainer: "Rangnick hat mich fertig gemacht."

Trainer Ralf Rangnick wies die Vorwürfe des abgewanderten Stürmers zurück. "So viel Sonderbehandlung, Zeit, Verständnis und Einfühlungsvermögen wie für diesen Spieler habe ich in meiner gesamten Trainer-Laufbahn noch für keinen Spieler aufgebracht", erklärte der Coach.

Neben Rangnick kann auch Schalkes Teammanager Andreas Müller die Attacken des früheren Bundesliga-Torschützenkönigs nicht nachvollziehen. "Wenn er nur etwas klarer im Kopf gewesen wäre, dann hätte er drei gute Jahre bei uns haben können", meinte der Ex-Profi in Anspielung auf das problematische Verhältnis zwischen Spieler und Verein.

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