Zum Abschluss der Hinrunde erkämpfte sich der TuS Heven in der Landesliga 3 ein Stück Aufstiegshoffnung zurück. Die Wittener siegten gegen den WSV Bochum mit 5:2 (2:1) und beschließen die Hinserie damit auf Rang vier. Dem Aufsteiger WSV ist nach dem furiosen Start in die Saison der Blick auf die Spitzenränge hingegen nun endgültig versperrt. Dennoch darf die Mannschaft von Ex-Bundesliga-Profi Thorsten Legat bei 24 Punkten mit Stolz auf das erste Landesliga-Halbjahr blicken. [i]Ein Ortstermin[/i]

Landesliga 3: Heven verabschiedet sich mit Sieg in die Winterpause (Ortstermin)

"Bulle" holt den Hammer raus

Felix Guth
18. Dezember 2006, 11:53 Uhr

Zum Abschluss der Hinrunde erkämpfte sich der TuS Heven in der Landesliga 3 ein Stück Aufstiegshoffnung zurück. Die Wittener siegten gegen den WSV Bochum mit 5:2 (2:1) und beschließen die Hinserie damit auf Rang vier. Dem Aufsteiger WSV ist nach dem furiosen Start in die Saison der Blick auf die Spitzenränge hingegen nun endgültig versperrt. Dennoch darf die Mannschaft von Ex-Bundesliga-Profi Thorsten Legat bei 24 Punkten mit Stolz auf das erste Landesliga-Halbjahr blicken. [i]Ein Ortstermin[/i]

Für den TuS Heven endet das Jahr im Zwiespalt. Sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter SV Herbede sind angesichts der vor Saisonbeginn angekündigten Ambitionen eindeutig zu viel. Dennoch hat Trainer Oliver Gottwald die Hoffnungen auf ein glückliches Ende noch nicht aufgegeben. „Mal sehen, was nach der Pause noch möglich ist.“ Ihm steht ab Januar neues Personal ins Haus: Martin Szukalski wechselt im Winter vom Verbandsligisten TuRa Rüdinghausen an den Haldenweg. Weitere Neuverpflichtungen hält sich der TuS offen.

In der Partie gegen den WSV spiegelte sich das ganze Hevener Dilemma dieser Spielzeit wieder. Über weite Strecken bewies der TuS, welch guten Fußball er spielen kann. Doch genauso auffällig waren die eklatanten Konzentrationsmängel der an diesem Nachmittag in gelb und schwarz gekleideten Gottwald-Schützlinge.

Der Spielverlauf hätte kurioser nicht sein können. Die Gastgeber eröffneten ihre Versöhnungstour mit den Fans – vor dem Anpfiff verteilten die verletzten TuS-Spieler wegen der zuletzt dürftigen Heimleistungen kostenlos Glühwein und Gebäck – mit zwei schnellen Toren. Nach drei Minuten traf zunächst Sturm-Talent Maik Knapp. Zwölf Zeigerumdrehungen darauf erhöhte Tim Bäcker mit einem sehenswerten Kopfball auf 2:0. Das läuft ja, dachten sich die TuS-Anhänger und holten sich gemächlich den nächsten Glühwein.

Doch sie hatten die Rechnung ohne den WSV gemacht. Thorsten Legat steht in dem Ruf, ein guter Motivator zu sein. Und tatsächlich: Von Selbstaufgabe bei den Bochumern keine Spur. In der 21. Minute verkürzte Björn Brinkmann aus dem Gewühl heraus. Bis zur Pause spielten nur noch die Gäste, der Ausgleich blieb ihnen aber vorerst noch verwehrt.

Dafür dauerte es nach dem Seitenwechsel nur zwei Minuten bis zum 2:2. Eine Ecke von rechts fand genau den Kopf von Maximilian Schreier, gegen dessen Kopfball-Torpedo Hevens Keeper Benjamin Lehnart machtlos war (47.).[imgbox-right]http://www.revierkick.de/include/images/gallery/img_thumb_199.jpg Traf zum 5:2-Endstand: Frank Roth. TuS-Foto[/imgbox]

Doch dieser Treffer weckte wiederum die Hausherren aus ihrem zwischenzeitlichen Schlaf. „Wir haben in dieser schwierigen Phase unsere Qualität als Mannschaft bewiesen“, sagte Gottwald stolz. Torjäger Frank Roth war „Dammbrecher“ für eine furiose Schlussphase. In der 59. Minute fasste er sich aus 30 Metern ein Herz und WSV-Keeper Björn Lässig ließ den abgefälschten Schuss passieren. Nur drei Minuten später erlaubte sich der Bochumer Dominik Teske eine folgenschwere Dummheit. Er trat auf Höhe der Mittellinie gegen Maik Knapp nach und sah völlig zu Recht „Rot“.

Die Gastgeber nutzten die sich jetzt bietende Räume geschickt. Nach einer Ecke von Besim Kasumi war Maik Knapp mit dem Kopf zur Stelle – 4:2 (70.). Hichem Boutayeb, Gregor Woldanowski (beide 73.) sowie Tim Bäcker (80.) verpassten es, die Führung weiter auszubauen. Das Beste hob sich Heven aber bis zum Schluss auf: Frank "Bulle" Roth jagte das Leder nach Rückpass von Knapp imposant in den Winkel. Und sorgte damit wenigstens zum Ende der Hinrunde für ein wenig Fußball-Hochgefühl beim TuS Heven.

Autor: Felix Guth

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