Trotz fünf Siegen in Folge bleibt der Trainer des VfB Stuttgart, Matthias Sammer, zurückhaltend.

Sammer bleibt nach Sieg gegen Schalke bescheiden

10. April 2005, 12:00 Uhr

Trotz fünf Siegen in Folge bleibt der Trainer des VfB Stuttgart, Matthias Sammer, zurückhaltend. "Es steht uns einfach nicht zu, irgendwelche großspurigen Aussagen zu machen", sagte Sammer im Interview.

Nach dem 3:0-Sieg über Schalke 04 will der Trainer des VfB Stuttgart, Matthias Sammer, bescheiden bleiben und nicht über den Meistertitel sprechen.

Frage: "Matthias Sammer, mit dem 3:0-Erfolg gegen den Konkurrenten Schalke 04 hat sich ihr Team im Meisterrennen eindrucksvoll zurückgemeldet. Geben Sie ihre Zurückhaltung jetzt auf und sprechen auch extern offen über den Titel?"

Matthias Sammer: "Es steht uns einfach nicht zu, irgendwelche großspurigen Aussagen zu machen, die jetzt alle erwarten. Schließlich sind wir Schwaben - fast alle. Wir haben zwar eine ganz gute Serie von fünf Siegen in Serie, aber es sind fünf Punkte Rückstand auf Bayern und zwei auf Schalke. Und ich bin jetzt schon richtig gespannt, wie wir uns nächsten Samstag in Rostock präsentieren werden. Da wird sich zeigen, wie wir mit dieser Situation umgehen."

Frage: "Kevin Kuranyi war mit einem Dreierpack der Matchwinner. Sie haben ihm erst in dieser Woche eine Stammplatzgarantie ausgestellt. Warum schenken Sie gerade ihm auch in einer schwächeren Phase das Vertrauen?"

Sammer: "Im Spiel nach vorne hatten wir mit Kevin Kuranyi und Aliksander Hleb zwei Mann, die heute absolute Weltklasse waren. Kevin habe ich ja quasi einen Freifahrtschein gegeben und gesagt, dass es egal sei ob er trifft oder nicht, sofern er nicht gerade ganz schlecht auftritt. Er hat sich ja teilweise nur noch damit beschäftigt, dass er nicht trifft, dabei ist er auch ohne Treffer ein ganz wichtiger Spieler in unserem System."

Frage: "Ihr Team ist geschlossen aufgetreten. Auch Hleb stellte sich ganz in den Dienst der Mannschaft. Wie beurteilen Sie seinen Auftritt?"

Sammer: "Alex verschafft sich natürlich mit Aktionen wie bei der Chance von Ailton, als er seinen eigenen Fehler wieder korrigierte, unglaublichen Respekt im Team. Die Tatsache, dass auch herausragende Spieler Defensivarbeit leisten, sieht man ja bei Chelsea. Ich denke, er ist auf einem guten Weg."

Frage: "Trotz der Erfolgsserie von zuletzt fünf Siegen in Folge rumorte es in Stuttgart, da die Mannschaft angeblich nicht mehr so attraktiven Fußball bieten würde, wie unter Ex-Trainer Felix Magath. Hat die Mannschaft ihre Anhänger mit dem starken Auftritt gegen Schalke wieder etwas milder gestimmt?"

Sammer: "Ich denke, es war auch für die Fans schön, dass wir optisch viel besser als zuletzt gespielt haben. Natürlich hatten wir auch zwei, drei Stellungsfehler und im ersten Abschnitt auch zweimal Glück, dass Ailton nicht getroffen hat. Aber ich denke, heute können alle zufrieden sein."

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