Die Rettung für den VfL Bochum scheint doch noch möglich: Durch ein Eigentor des Mönchengladbachers Marcelo Pletsch in der Schlussphase kam der VfL Bochum noch zu einem 2:2.

Pletsch-Eigentor lässt Bochum weiter hoffen

03. April 2005, 19:33 Uhr

Die Rettung für den VfL Bochum scheint doch noch möglich: Durch ein Eigentor des Mönchengladbachers Marcelo Pletsch in der Schlussphase kam der VfL Bochum noch zu einem 2:2.

Borussia Mönchengladbach hat im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga den erhofften Befreiungsschlag verpasst, der VfL Bochum hat dagegen mit großer Moral seine Hoffnungen auf den Klassenerhalt gewahrt. Die Gladbacher kamen am 27. Spieltag im "Angstduell" trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 (1:0) hinaus und blieben auch im achten Spiel in Folge gegen Bochum ohne Sieg. Die Gäste aus Westfalen punkteten dagegen erstmals nach neun Auswärtsniederlagen in Serie wieder auf des Gegners Platz und verkürzten den Rückstand zum rettenden Ufer auf fünf Zähler.

Ein Eigentor von Marcelo Pletsch in der 90. Minute kostete die Borussen den wichtigen Sieg. Peer Kluge (30.) mit dem 700. Tor der laufenden Saison und "U21"-Nationalspieler Marcell Jansen (52.) mit seinem ersten Bundesligatreffer hatten die Gastgeber vor 49.451 Zuschauern im Borussia-Park in Führung geschossen, Vratislav Lokvenc in der 70. Minute die Bochumer Aufholjagd eingeleitet.

Gladbach zu Beginn nervös

Zu Beginn der Partie merkte man den Gladbachern, die in der gleichen Formation wie bei der 1:2-Niederlage in Hannover antraten, die Angst deutlich an, durch eine Niederlage noch einmal ganz tief in den Abstiegsstrudel hineinzugeraten. Die Bochumer kamen deutlich besser ins Spiel und hätten durch Edu (3., 11., 17.), Zvjezdan Misimovic (15.) und Lokvenc (20.) mehrfach die Chance, in Führung zu gehen. Gladbach hatte lediglich eine gute Möglichkeit durch Nationalspieler Oliver Neuville (10.). Das Führungstor fiel dann wie aus heiterem Himmel. Nach einem Bochumer Ballverlust in der Vorwärtsbewegung landete der Ball über Neuville und Sverkos bei Kluge, der sich gegen drei Bochumer durchsetzte und sein zweites Saisontor erzielte.

Nach diesem Treffer verloren die Bochumer zunächst den Faden und kamen erst kurz vor der Halbzeit wieder zu Chancen. Nach dem Seitenwechsel übernahm zunächst die Borussia wieder das Kommando. Bernd Korzynietz scheiterte nach einem Solo am Bochumer Torhüter Rein van Duijnhoven (50.), bevor es Jansen zwei Minuten später besser machte: Bei einem Konter nach einem schönen Pass von Kluge behielt der 19-Jährige die Nerven und erzielte eiskalt sein erstes Bundesligator.

Bochum wehrte sich

Die Bochumer gaben sich aber noch nicht geschlagen und setzten in der Schlussphase alles auf eine Karte. Lokvenc traf nach Vorarbeit des eingewechselten Tommy Bechmann zum 2:1, danach wechselte Bochums Trainer Peter Neururer sogar noch Momo Diabang als vierten Stürmer ein. In der 78. Minute verfehlte der ebenfalls eingewechselte Christoph Preuß das Gladbacher Tor nur knapp.

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