So richtig dankbar war Uwe Scherr den Verantwortlichen von Schachtjor, dass die Ukrainer zur Vorbereitung auf das UEFA-Cup-Duell mit dem FC Schalke (Mittwoch, 18.15 Uhr, live im ZDF) dem bitteren Winter in ihrer Heimat trotzten.

46 Millionen Euro und europäische Top-Gegner / Scherr bei Schachtjor:

15. Februar 2005, 10:14 Uhr

So richtig dankbar war Uwe Scherr den Verantwortlichen von Schachtjor, dass die Ukrainer zur Vorbereitung auf das UEFA-Cup-Duell mit dem FC Schalke (Mittwoch, 18.15 Uhr, live im ZDF) dem bitteren Winter in ihrer Heimat trotzten.

46 Millionen Euro und europäische Top-Gegner / Scherr bei Schachtjor:
„Der blonde Jiri Nemec“

So richtig dankbar war Uwe Scherr den Verantwortlichen von Schachtjor, dass die Ukrainer zur Vorbereitung auf das UEFA-Cup-Duell mit dem FC Schalke (Mittwoch, 18.15 Uhr, live im ZDF) dem bitteren Winter in ihrer Heimat trotzten. Wie viele Bundesligisten vor vier Wochen, suchte Donezk in den letzten Tagen den sonnigen Süden Spaniens auf. Zunächst in Oliva (bei Alicante) und bis vorgestern im andalusischen Nobel-Ort Marbella, den unter anderem auch der VfL Bochum im Januar mit seinem Besuch beehrte, stimmte sich der Champions League-Teilnehmer auf den ersten Härtetest im neuen Jahr ein.

Vor Ort war auch S04-Scout Uwe Scherr, der bei der Beurteilung von Donezk nur die Zunge schnalzt. „Die haben ausschließlich gegen hochkarätige Mannschaften getestet“, zählt der Schalker Ex-Profi spontan die Namen Besiktas Istanbul, Dynamo Tiflis, Spartak Moskau, Sparta Prag und UD Levante auf. „Die haben einen Kader von über 30 Spielern, von denen Trainer Mircea Lucescu 26 Mann eingesetzt hat“, berichtet der 38-Jährige.

Neben dem neuen Top-Star Elano Blumer, der erst am 31. Januar für 7,6 Millionen Euro vom brasilianischen Meister FC Santos verpflichtet und für satte fünf Jahre an den Verein gebunden wurde, gelten der ebenfalls erst in diesem Jahr geholte Paraguayer Pedro Juan Benites und insbesondere der Nigerianer Julius Aghahowa. „Der wollte im Sommer schon weg und knipst jetzt nur noch“, staunt der 183-malige Bundesliga-Kicker. Einziger Ukrainer in der ersten Elf und Kopf der Mannschaft ist Kapitän Anatoliy Tymoschuk, den Scheer „den blonden Jiri Nemec“ nennt.

Seit gestern weilt die Multi-Kulti-Truppe aus dem Osten wieder in der Heimat, wo für Mittwoch zwei Grad plus und Wolken angesagt sind. Dennoch dürfen sich die Schalker auf einen äußerst heißen Tanz in der Don Basso genannten Bergbau- und Stahl-Metropole gefasst machen. „Schachtjor ist offensiv sehr stark, vernachlässigt aber dafür bisweilen die Deckung. Am ehesten ist da etwas über Konter zu machen“, wird Scherr ab heute mit Trainer Ralf Rangnick die beste Taktik für den Trip in die Ferne besprechen.

Dass die heimische Wischa-Liga, in der Donezk vor Renommier-Club Dynamo Kiew Tabellenführer ist, erst am 16. März wieder den Spielbetrieb aufnimmt, sieht Scherr nicht unbedingt als Vorteil für Schalke an: „Die haben sich optimal vorbereitet, das habe ich selbst gesehen!“

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