Zum Abschluss des 21. Bundesliga-Spieltags empfängt Arminia Bielefeld Spitzenreiter Bayern München. Die Ostwestfalen rechnen sich durchaus Chancen gegen den Rekordmeister aus. Zudem trifft Leverkusen auf Mainz.

Bielefeld bittet den Klassenprimus zum heißen Tanz

13. Februar 2005, 08:41 Uhr

Zum Abschluss des 21. Bundesliga-Spieltags empfängt Arminia Bielefeld Spitzenreiter Bayern München. Die Ostwestfalen rechnen sich durchaus Chancen gegen den Rekordmeister aus. Zudem trifft Leverkusen auf Mainz.

Der deutsche Rekordmeister Bayern München tritt zum Abschluss des 21. Bundesliga-Spieltags bei Aufsteiger Arminia Bielefeld an und will die Tabellenführung festigen. Im zweiten Spiel sinnt Bayer Leverkusen nach der Niederlage im Hinspiel gegen Mainz (beide ab 17.30 Uhr) auf Revanche.

Rapolder fordert Magath am Schachbrett

Der eine will die Erfolgsserie bis zum Einsetzen der Dreifachbelastung mit Champions League und DFB-Pokal fortsetzen, der andere träumt von einem Überraschungssieg und einer "dritten Halbzeit" gegen den Kollegen. "Ich würde gerne mal Felix Magath am Schachbrett herausfordern. Wir lieben beide dieses Spiel", sagte Trainer Uwe Rapolder von Arminia Bielefeld vor dem Duell mit Bayern München und lauert auch auf dem Fußballfeld auf einen Erfolg: "Warum sollten wir Angst haben? Wir können jeden schlagen und befreit aufspielen." Die Arminia hat derzeit neun Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze.

Im anderen Spiel des Sonntags geht es vor allem um Wiedergutmachung. Bayer Leverkusen will dabei gleich doppelte Revanche, zum einen für die 0:2-Niederlage am vergangenen Spieltag in München, zum andern für das gleiche Ergebnis beim Hinspiel beim FSV Mainz 05. Der Aufsteiger aus Rheinhessen droht dagegen nach sechs Niederlagen in Serie immer tiefer in den Abstiegskampf zu rutschen.

Dagegen hat sich der Meisterschafts-Favorit aus München in der Rückrunde bisher nahezu schadlos gehalten. Punkte gaben die Bayern nur beim 0:0 bei Hertha BSC Berlin ab, Gegentore haben sie an den ersten drei Spieltagen des Jahres noch nicht kassiert. Die Arminia stellt dagegen mit nur 20 Toren den drittschlechtesten Angriff der Liga und ist seit sechs Spielen ohne Sieg.

Bayern setzen auf Frings

Bei den Münchnern hofft man nach dem starken Länderspiel von Torsten Frings darauf, dass der frühere Dortmunder im Klub nun ähnlich herausragend auftritt. "Eine starke Leistung. Wenn er bei uns immer so spielen würde, gibts keine Probleme", meinte Magath: "Das war der Frings, den wir sehen wollen." Gegen Leverkusen wurde der 28-Jährige auf der rechten Außenbahn eingesetzt und zur Halbzeit ausgewechselt. In Bielefeld darf er wieder im Mittelfeld ran und soll beweisen, dass er auch an der Seite des im Länderspiel fehlenden Michael Ballack glänzen kann. Der Einsatz von Ballack ist wegen einer Grippe gefährdet, aber dennoch wahrscheinlich. Möglich sind zudem die Comebacks der zuletzt verletzten Mehmet Scholl und Bixente Lizarazu.

In Leverkusen hat unterdessen Trainer Klaus Augenthaler zum Ende der Woche den Druck auf sein Team erhöht. "Es ist an der Zeit, Dinge anzusprechen", schimpfte der Coach mit Hinblick auf das weitgehend emotionslose Auftreten in München: "Wir haben zu wenig getan. Es ist zu einfach, sich mit einem ungerechten Elfmeter herauszureden."

Klopp macht seinen Mainzern Mut

Augenthalers Kollege Jürgen Klopp versucht dagegen trotz der Talfahrt, positiv auf sein Team einzuwirken. "Ich zaubere nichts aus der Kiste, ich überzeuge die Jungs nur von ihrem Können", beteuerte der Coach: "Leverkusen ist ein harter Prüfstein. Aber wir wurden bisher auch nie abgeschlachtet und waren nie heillos unterlegen." Auf kluge Ratschläge von Außen reagiert Klopp dagegen allergisch: "Die Situation ist nicht schön, aber es ist unsere, und deshalb werden wir auch damit fertig."

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