Revierderby zwischen Dortmund und Bochum

12. Februar 2005, 08:32 Uhr

Am heutigen 21. Spieltag kommt es zum Revierschlager zwischen Borussia Dortmund und dem VfL Bochum. Die Dortmunder können mit einem Sieg über die abstiegsbedrohten Bochumer näher an die UEFA-Cup Ränge heranrücken.

Am heutigen 21. Spieltag der Bundesliga kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen den Revierklubs Borussia Dortmund und VfL Bochum (alle Spiele 15.30 Uhr/live auf Premiere) geht es um mehr als nur drei Punkte. Sollte die Borussia im heimischen Westfalenstadion gegen die abstiegsbedrohten Bochumer gewinnen, rücken die UEFA-Cup-Plätze in greifbare Nähe. Für die finanziell stark gebeulteten Dortmunder ein großer Anreiz.Nationalspieler Christian Wörns träumt schon wieder vom Uefa-Cup und Trainer Bert van Marwijk gibt vor dem Duell die Parole aus: "Bei einem Sieg können wir nach oben schauen."

Für die Bochumer hingegen wäre bei einer Niederlage der Klassenerhalt in weite Ferne gerückt. Bei gerade einmal 16 erreichten Punkten geht es gegen die wiedererstarkten Dortmunder (sieben Punkte aus den letzten drei Spielen) ums "nackte Überleben". Das weiß auch Trainer Peter Neururer. "Wir müssen in Dortmund ein großes Ding landen, sonst verlieren wir endgültig den Anschluss", meinte der Coach.

Verliert Rostock, kann für die zweite Liga geplant werden

Für Tabellenschlusslicht Hansa Rostock (13 Punkte) hingegen geht es in Kaiserslautern um den "letzten Strohhalm" im Abstiegskampf. Bei einer Niederlage gegen die seit sechs Spielen ungeschlagenen Lauterer kann Hansa wohl für die zweite Liga planen. Doch ausgerechnet vor dieser richtungsweisenden Partie wurde Hansa von einer Grippewelle erfasst. Zeitweilig war sogar eine Spielverlegung im Gespräch, was Hansa jedoch dementiert. Freiburg (15) will dagegen gegen Hannover 96 seinen Aufwärtstrend aus dem letzten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (1:0) fortsetzen.

Die "Wölfe" müssen in Schalke auf den zuletzt starken Martin Petrow wegen der fünften Gelben Karte verzichten, dafür könnte der argentinische Spielmacher Andres D´Alessandro sein Comeback geben. Nach der Winterpause ist der VfL noch ohne Punkt.

Ralf Rangnick: "Wir müssen den Schalter wieder umlegen"

Die Königsblauen wollen diese Schwächephase der "Wölfe" nutzen und Tabellenführer Bayern München auf den Fersen bleiben. Doch der Trend der Schalker zeigt nach zuletzt nur einem Punkt aus zwei Spielen nach unten. Trainer Ralf Rangnick fordert deshalb: "Wir müssen den Schalter wieder umlegen." Der Coach muss aber neben Abwehrchef Marcelo Bordon (Achillessehnenreizung) auch Nationalspieler Gerald Asamoah (Muskelfaserriss im Oberschenkel) ersetzen.

Sammer:"Wir stehen unter Druck"

Den Sprung in die Spitzengruppe peilt am Wochenende der Hamburger SV an. Mit einem Erfolg beim Tabellendritten VfB Stuttgart könnten die Hanseaten bis auf einen Punkt an die Schwaben heranrücken.VfB-Trainer Matthias Sammer ist sich der Lage durchaus bewusst: "Wir stehen unter Druck, denn wir spüren den heißen Atem der Konkurrenz."

Sollte der VfB höchstens ein Unentschieden erreichen, könnten Meister Werder Bremen und Hertha BSC Berlin mit Siegen bei vermeintlich leichteren Heimaufgaben schon am VfB vorbeiziehen. Die seit zehn Spielen ungeschlagenen Berliner empfangen den 1. FC Nürnberg, der vor zwei Wochen allerdings durch ein 4:2 in Stuttgart überraschte. Bremen kann im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach auf Nationalstürmer Miroslav Klose zurückgreifen, obwohl dieser unter der Woche noch seinen Einsatz beim Länderspiel gegen Argentinien (2:2) wegen einer Halswirbel-Verrenkung absagen musste. Gladbach fehlen dagegen seine neuen Stürmerstars. Giovane Elber arbeitet noch an seinem Comeback, während Wesley Sonck mit Knieproblemen pausieren muss.

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