FIFA schockiert über den "Fall Hoyzer"

27. Januar 2005, 21:02 Uhr

Der Fußball-Weltverband FIFA hat sich im "Fall Hoyzer" betroffen gezeigt und dabei auch unterschwellig Kritik am Deutschen Fußball-Bund (DFB) geübt.

Die FIFA hat sich betroffen und schockiert über die Schiedsrichter-Affäre um Robert Hoyzer gezeigt und auch indirekt am DFB Kritik geübt. "Die FIFA ist schockiert, dass ein junger, viel versprechender Schiedsrichter diese Anforderungen in schlimmster Weise verletzt hat, und dass seine Machenschaften während einiger Zeit unentdeckt geblieben sind", sagte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter: "Die Schiedsrichter sind die Garanten für Unparteilichkeit, Fairplay und die einwandfreie Durchführung von Spielen. Deshalb gelten für sie gerade in moralischer und ethischer Hinsicht besonders hohe Ansprüche."

Blatter fordert "lückenlose Aufklärung"

In einem Schreiben an den DFB forderte Blatter die lückenlose Aufklärung dieses Falles. "Etwas mehr als ein Jahr vor der WM 2006 steht der deutsche Fußball und damit auch der DFB im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Sie sind deshalb besonders gefordert, die Ermittlungen der Strafuntersuchungsbehörden weiterhin mit allen Kräften zu unterstützen und gleichzeitig innerhalb der verbandseigenen Strukturen weitere Abklärungen vorzunehmen." Er sei überzeugt, dass der DFB in dieser Hinsicht in exemplarischer Weise vorgehen werde.

[b] Ethik-Kodex findet Anwendung <b/>

Die FIFA wies außerdem auf einen Ethik-Kodex hin, dem unter anderem jeder Verband und auch die Schiedsrichter unterstellt seien, der durch die FIFA-Exekutive am 6. Oktober 2004 verabschiedet worden sei und der "daher auch im vorliegenden Fall Anwendung findet".

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