Trainer Ralf Rangnick hat mit Bundesligist Schalke 04 vor dem Rückrunden-Start nur ein Ziel vor Augen. Nach 1958 soll endlich wieder der deutsche Meistertitel in der Ruhrgebietsstadt gefeiert werden.

Rangnick schielt auf die Meisterschale

20. Januar 2005, 14:38 Uhr

Trainer Ralf Rangnick hat mit Bundesligist Schalke 04 vor dem Rückrunden-Start nur ein Ziel vor Augen. Nach 1958 soll endlich wieder der deutsche Meistertitel in der Ruhrgebietsstadt gefeiert werden.

"Wir wollen deutscher Meister werden", formuliert Trainer Ralf Rangnick vom Bundesligisten FC Schalke 04 die Zielsetzung vor dem Rückrundenstart der Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/live bei Premiere) gegen Titelverteidiger Werder Bremen. Nach der Erfolgsserie mit 28 von 33 möglichen Punkten in den elf Bundesligaspielen unter dem neuen Coach und dem Sprung auf Platz zwei nehmen die Königsblauen kein Blatt mehr vor den Mund - anders als vor vier Jahren, als sie im dramatischen Zweikampf mit dem FC Bayern erst in der Nachspielzeit scheiterten. "Wir haben daraus gelernt. Wir wollen jetzt den letzten Schritt machen, der damals fehlte", sagt Stürmer Ebbe Sand, der die "Vier-Minuten-Meisterschaft" 2001 miterlebte.

Rangnick, der mit seinem Team "schnell wieder in die Form der Hinrunde" kommen will, stellt klar: "Wir wollen auf jeden Fall am Ende der Saison einen Titel holen. Und der wichtigste Titel ist die deutsche Meisterschaft. Dafür werden wir in den nächsten Wochen hart arbeiten." Manager Rudi Assauer, der wie sein Trainer zum Hinrundenabschluss noch Platz zwei nach Saisonende "sofort unterschreiben" wollte, heizt das Duell mit "Herbstmeister" Bayern an. "Wir haben 1:0 in München gewonnen. Die Bayern kommen in der Rückrunde zu uns. Wir haben die Nase vorn", sagte der Ex-Profi im Interview mit der Westfalenpost.

Angreifer Ebbe Sand sieht die Schalker in einer besseren Position als 2001. "Unsere Mannschaft ist noch ein bisschen besser, die Bank ist stärker, die Konkurrenz im Team ist größer als damals", meint der Däne, "wenn alle fit bleiben, haben wir eine gute Chance." Doch genau die Fitness war in der Winterpause das Problem. Die Brasilianer Lincoln (Prellung am Mittelfuß) und Marcelo Bordon (Innenbanddehnung im linken Knie) fehlten die meiste Zeit der Vorbereitung, auch Mladen Krstajic konnte wegen seiner ständigen Leistenprobleme nicht optimal trainieren.

"Wichtig ist, dass wir das erste Spiel sofort gewinnen und wieder den Rhythmus finden, den wir vor der Pause hatten", sagt Sand. Und Krstajic pflichtet bei: "Mit einem Sieg gegen Bremen können wir einen Konkurrenten neun Punkte hinter uns lassen. Dann bleiben wir mit den Bayern und Stuttgart oben." Dass sein Ex-Klub mit der tätlichen Auseinandersetzung zwischen dem künftigen Schalker Fabian Ernst und Johan Micoud für Schlagzeilen sorgte, lässt den Serben kalt: "Im Trainingslager passieren schon mal solche Dinge. Man trainiert viel und ist ständig zusammen, da können schon mal die Nerven blank liegen."

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