487 Zuschauer wollten RWE gegen Mönchengladbach II beim 2:2 (0:2) im Grenzlandstadion sehen - schon bitter.

RWE: Remis in Gladbach und Mitgliederversammlung im CinemaXX

"Es geht um die Zukunft"

Oliver Gerulat
14. Mai 2009, 10:27 Uhr

487 Zuschauer wollten RWE gegen Mönchengladbach II beim 2:2 (0:2) im Grenzlandstadion sehen - schon bitter.

Es waren über 100 Ordner anwesend, die sich langweilten. Ausgewechselte Akteure konnten sich auf der Tribüne zu ihren Kumpels setzen. Wann gab es das? Auch zu dieser Situation wird es sicherlich am Donnerstag ab 19 Uhr im größten Saal des CinemaXX auf der Mitgliederversammlung Fragen geben.

Hauptthema sind aber die neuen Strukturen von RWE, die schon ausführlich durch die Medien geisterten, allerdings noch einmal vom Sportrechts-Experten und ehemaligen Vorstandsmitglied Professor Dr. Markus Buchberger erläutert werden. "Wir haben für die gesamte Veranstaltung keine bestimmte Zeit veranschlagt", umreißt Thomas Strunz, Geschäftsführer Sport. Die Mannschaft ist nicht dabei, "weil sie am Freitag gegen Leverkusen das nächste schwerere Match hat." Im Hinspiel im Kölner Südstadion (2:4) startete in Durchgang zwei der sportliche Niedergang von RWE in dieser Saison.
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"Aufgrund der Komplexität wird es sicherlich länger", vermutet Strunz, "es geht um die Zukunft des Vereins." Die neuen Bausteine des Klubs müssen durch die Basis bestätigt werden, wobei die Mitglieder überhaupt keine andere Wahl haben. Damit hängen die Aspekte Loslösung vom Rechteverwerter Dr. Michael Kölmel oder das neue Stadion zusammen. "Es gibt keinen neuen Trainer", bügelt Strunz ab, auch bei weiteren Personalien, wie dem neuen kaufmännischen Geschäftsführer, soll sich die Veranstaltung zurückhalten. "Wir können ja von Personen nicht vorab verlangen, dass sie sich outen, wenn noch nichts feststeht."

Fest steht das neue Aufsichtsratmitglied Klaus Kunze, seit 1997 Chef der Essener Entsorgungsbetriebe GmbH, ehemals Leiter des Umweltamtes. Vorstandsmitglied Stefan Meutsch (VVA) soll neuer 1. Mann werden, das sagten Strunz und auch Dietmar Bückemeyer, Aufsichtsratchef, öffentlich. Die Frage stellt sich: Will der Unternehmer überhaupt?

Strunz betont, dass die Kölmel-Papiere unterschrieben sind, die Gültigkeit von Lizenzierung und neuem Klub-Gesicht abhängen. Beim problematischen Thema des Verkaufs der städtischen Vorzeigeimmobilie Handelshof "sind wir außen vor", der diesbezügliche Geldfluss hat gleichfalls Auswirkungen auf die Klub-Neuausrichtung. Allerdings legt sich Strunz wiederholt fest: "Nach meinen Infos ist die Stadionfinanzierung gesichert."

Genau wie die Klub-Wirtschaftlichkeit es sein soll, die ja zum Beispiel durch Bückemeyer als "schwarze Null" bezeichnet wurde. Er wird das erläutern müssen, die Differenzierung zwischen Entschuldung und Umschuldung.

Autor: Oliver Gerulat

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