Großaktionär Florian Homm hat sich am Mittwochabend mit den Führungskräften des schwer angeschlagenen Bundesligisten Borussia Dortmund getroffen und über die Zukunft der Schwarz-Gelben gesprochen.

Aussprache zwischen Homm und BVB-Führung

21. Oktober 2004, 17:51 Uhr

Großaktionär Florian Homm hat sich am Mittwochabend mit den Führungskräften des schwer angeschlagenen Bundesligisten Borussia Dortmund getroffen und über die Zukunft der Schwarz-Gelben gesprochen.

Am Mittwochabend trafen BVB-Großaktionär Florian Homm und die Führungskräfte von Borussia Dortmund aufeinander. In einem mehrstündigen Gespräch legten beide Seiten ihre Vorstellungen von einer erfolgreichen Zukunft vor. Nach Angaben des scheidenden Präsidenten Gerd Niebaum sei die Unterredung "wichtig gewesen, um zu einem gegenseitigen Verständnis der Interessenlage zu gelangen".

Über Inhalte der Unterredung, an der außer Homm und Niebaum noch der künftige Präsident Reinhard Rauball und Manager Michael Meier teilnahmen, machte der Klub keine Angaben. Das Wohl des Unternehmens Borussia Dortmund habe im Mittelpunkt des Gespräches gestanden, das in angenehmer Atmosphäre stattfand, hieß es in einer Pressemitteilung des BVB.

Genügend Gesprächsbedarf

Gesprächsbedarf war genügend vorhanden gewesen. Homm hatte am Mittwoch in der Sport-Bild angekündigt, Niebaum auf der Mitgliederversammlung am 14. November "zum Ehrenmitglied auf Lebenszeit" zu machen. "Außerdem soll Herr Niebaum für seine Verdienste eine marktübliche Abfindung erhalten, die sich im Rahmen von zirka 600.000 Euro bewegt", meinte der Neckermann-Erbe. Niebaum will eigentlich nach seinem Rücktritt als Präsident weiter Geschäftsführer der KGaA des börsennotierten und mit mehr als 118 Millionen Euro verschuldeten Traditionsklubs bleiben.

Die Ankündigen von Homm waren bei Rauball auf Unverständnis gestoßen. "Er tut dem BVB keinen Gefallen, wenn er durch öffentliche Erklärungen fordernd nach außen tritt. Nach meiner Auffassung haben die Mitglieder alleine das Sagen. Selbst wenn ein Mann wie Homm so viel Geld in den BVB gesteckt hat, hat er damit keinen Anspruch auf Konsequenzen, die er von außen fordert", sagte Rauball der Wochenzeitung Die Zeit.

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