Heute Abend kommt es für den FC Schalke 04 zum wichtigen Rückspiel im UI-Cup-Finale. Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel wollen die

Schalker "Knappen" wollen in den UEFA-Cup

24. August 2004, 09:07 Uhr

Heute Abend kommt es für den FC Schalke 04 zum wichtigen Rückspiel im UI-Cup-Finale. Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel wollen die "Königsblauen" bei Slovan Liberec alles klar machen und in den UEFA-Cup einziehen.

Ganz Gelsenkirchen träumt vom Einzug in den UEFA-Cup. Um diesen Traum wahr werden zu lassen, müssen die "Knappen" allerdings erst heute Abend (18:45 Uhr/live bei Premiere) das Rückspiel im UI-Cup-Finale bei Slovan Liberec überstehen. Der Druck für Schalke 04 ist groß und der Einzug in den UEFA-Cup eigentlich sogar Pflicht: Angesichts eines Schuldenbergs von 102,8 Millionen Euro benötigen die "Königsblauen" die Zusatzeinnahmen dringend.

"Wir werden volle Pulle spielen und gehen mit dem Bewusstsein in Spiel, Tore zu machen. Wir sind in der Lage, das Ding nach Hause zu schaukeln und im UI-Cup zum sechsten Mal zu gewinnen. Wenn wir in den UEFA-Cup einziehen, wäre das stimulierend für den gesamten Verein", erklärte Cheftrainer Jupp Heynckes vor dem Duell im Stadion U Nisy optimistisch und blickt dem Match ebenso zuversichtlich entgegen wie Teammanager Andreas Müller: "Für Schalke ist es hinsichtlich der Zukunft ein sehr wichtiges Spiel. Jeder Spieler weiß, worum es geht. Daher glaube ich, dass man ihnen die Bedeutung der Partie nicht noch einmal extra in den Kopf hämmern muss."

Um die Reisestrapazen zu minimieren, schlugen die Königsblauen bereits vor dem DFB-Pokalspiel bei den Amateuren von Hertha BSC (2:0) ab Freitag vergangener Woche ein "Kurz-Trainingslager" in Berlin auf. "Diese Planung macht Sinn, damit unsere neun Nationalspieler, die in der vergangenen Woche im Einsatz waren, zur Ruhe kommen können und nicht eine Reisestrapaze nach der anderen auf sich nehmen müssen", begründete Heynckes die Maßnahme. Der 59-Jährige nominierte 21 Spieler, die auch im Kader für das zweite UI-Cup-Finale stehen und am Montag um 11.00 Uhr nach Liberec flogen.

Nicht im Flieger saßen Lewan Kobiaschwili und Ebbe Sand. Der Georgier blieb wegen einer Zahnoperation in Gelsenkirchen, der Däne befindet sich wegen Nachwirkungen seiner Hirnhautentzündung für eine Woche zur Erholung in seiner Heimat. Verzichten muss Heynckes in Liberec auch auf den Brasilianer Lincoln wegen einer Oberschenkelzerrung.

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Marcelo Bordon. Der brasilianische Abwehrchef laboriert an einer Kapselreizung im Knie und wurde deshalb im Pokalspiel gegen die Hertha-Amateure geschont, auch Torhüter Frank Rost, Torjäger Ailton und Gerald Asamoah erhielten eine Auszeit. Mladen Krstajic spielte nur in den letzten vier Minuten. "Ich gehe davon aus, dass Marcelo spielt, denn er ist ein willensstarker Akteur", meinte Heynckes.

Bordon will unbedingt dabei sein und forderte: "Wir müssen unsere Chancen besser nutzen als im Hinspiel. Wir werden aber weiterkommen." Skeptischer ist Manager Rudi Assauer: "Das 2:1 ist ein Scheiß-Ergebnis, ein Sonntagsschuss in den Winkel und du bist draußen." Der Gegentreffer im Hinspiel durch Tomas Zapotocny könnte für die Tschechen Gold wert sein. Und so glaubt Slovan-Trainer Stanislav Griga noch an ein Weiterkommen: "Ein 1:0 reicht uns, aber wir müssen höllisch auf die Schalker Konter aufpassen."

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