Borussia Dortmund will offenbar nach der Neubesetzung des Traineramtes auch einen neuen Sportdirektor verpflichten. Stefan Reuter soll Michael Zorcs Posten bekleiden, da man Zorc Defizite im Umgang mit dem Team vorwirft.

Reuter soll Zorc als Sportdirektor ersetzen

dit
03. Juni 2004, 16:51 Uhr

Borussia Dortmund will offenbar nach der Neubesetzung des Traineramtes auch einen neuen Sportdirektor verpflichten. Stefan Reuter soll Michael Zorcs Posten bekleiden, da man Zorc Defizite im Umgang mit dem Team vorwirft.

Bei Borussia Dortmund wird weiter ausgemistet. Nach der geglückten Verpflichtung von Trainer Bert van Marwijk soll nun auch die Stelle des Sportdirektors neu besetzt werden. Stefan Reuter soll Michael Zorc ablösen, dem Defizite im Umgang mit der Mannschaft und somit die Mitschuld für die enttäuschende vergangene Saison angelastet werden. Der gebürtige Dortmunder Zorc ist seit 1998 als sogenanntes Bindeglied zwischen Spielern und Klub-Führung tätig.

Verbesserung der Atmosphäre angestrebt

Wie das Fachblatt kicker berichtet, erhoffen sich die Borussen durch Reuter, der seine aktive Laufbahn mit der vergangenen Spielzeit beendete, eine Verbesserung der Atmosphäre. Der ehemalige BVB-Kapitän verfügt über größeres dipolomatisches Geschick und soll noch enger an den Kader rücken, um den Kontakt zu den Spielern zu pflegen. Zorc soll unter anderen durch seine öffentliche Kritik an seinen ehemaligen Kollegen für interne Spannungen gesorgt haben.

Wörns erwägt Wechsel

Nicht ausschließen will Nationalspieler Christian Wörns einen Abschied von Dortmund. "Wenn ich eine gute EM spiele und eine Abfrage von einem Klub kommt, der bessere sportliche Perspektiven als Dortmund hat, muss man darüber nachdenken. Das ist aber normal und unabhängig von der aktuellen Situation bei der Borussia", sagte der 32-Jährige in einem Interview in der Tageszeitung Die Welt und stellte fest: "Es ist bitter wie sich die Situation bei uns verändert hat."

Kritik an Niebaum

Die BVB-Verantwortlichen forderte Wörns auf: "Unser Präsident Gerd Niebaum ist zwar sehr ehrgeizig, aber bei der Vereinsführung muss ein Umdenken stattfinden. Man kann nicht mehr sagen: Wir spielen um die Meisterschaft mit." Zudem appellierte der Abwehrroutinier: "Mehr als zwei Spieler dürfen nicht verkauft werden." Ein Transfer der Mittelfeld-Strategen Torsten Frings und Tomas Rosicky sei nicht zu verkraften.

Konditionstrainer folgt Sammer nach Stuttgart

Definitiv verlassen wird den westfälischen Traditionsverein Konditionstrainer Christian Kolodziej, der Coach Matthias Sammer zum VfB Stuttgart folgt. Dem allgemein anerkannten Physiotherapeuten Ralph Frank liegen Angebote von Stuttgart und Fenerbahce Istanbul vor. Ungewiss ist die Zukunft des bisherigen Co-Trainers Uwe Neuhaus, zumal van Marwijk mit seinem niederländischen Landsmann Dick Voorn (54) zusammenarbeiten wird.

Autor: dit

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