hat Herbstmeister 1899 Hoffenheim aufgrund der Doping-Affäre am Montag zu einer Geldstrafe in Höhe von 75.000 Euro verurteilt.

DFB-Sportgericht: 75.000 Euro Geldstrafe für Hoffenheim

Klub darf Gladbach-Punkt behalten

sid
16. März 2009, 16:28 Uhr

hat Herbstmeister 1899 Hoffenheim aufgrund der Doping-Affäre am Montag zu einer Geldstrafe in Höhe von 75.000 Euro verurteilt.

1899-Physiotherapeuth Peter Geigler muss 2500 Euro zahlen. Den Punkt aus der Partie bei Borussia Mönchengladbach (1:1) am 7. Februar darf der Titelaspirant aber behalten, da die Rheinländer den Einspruch gegen die Spielwertung wegen eigener Verfehlungen bei den Anti-Doping-Richtlinien zurückzogen.

Bei der fünfstündigen Verhandlung in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main wurden bei den in Mönchengladbach Anfang Februar um zehn Minuten verspätet abgegebenen Doping-Proben der 1899-Profis Andreas Ibertsberger und Christoph Janker zahlreiche Verfahrensfehler seitens der beklagten Hoffenheimer, aber auch seitens des Verbandes offenbar.

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Der Sportgerichtsvorsitzende Hans E. Lorenz nannte als Gründe für die Bestrafung von Hoffenheim: "Die Beweisaufnahme hat ergeben, dass in diesem konkreten Fall kein klassisches Dopingvergehen - wie zum Beispiel Sportbetrug, Einnahme verbotener Stoffe zur Leistungssteigerung, Anwendung einer verbotenen Behandlungsmethode oder die Weigerung, sich einer Kontrolle zu unterziehen - vorliegt. Vielmehr handelt es sich um einen fahrlässig begangenen Verstoß gegen die Anti-Doping-Richtlinien des DFB, der auf einen Fehler des Hoffenheimer Dopingbeauftragten zurückzuführen ist. Dieser Fall 7 Nr. 4 der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung dar, so dass ein Punktabzug aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen nicht in Frage kam."

[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/010/956-11351_preview.jpeg Andreas Ibertsberger (Foto: firo).[/imgbox]
Der für Rechtsfragen zuständige DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der auch Vorsitzender DFB-Anti-Doping-Kommission ist, sagte nach dem Urteil: "Das DFB-Sportgericht hat sachlich in völliger Unabhängigkeit vom Präsidium des DFB entschieden. Das bedeutet umgekehrt für das DFB-Präsidium, dass es das Urteil des DFB-Sportgerichts zunächst sorgfältig analysieren wird."

Angesichts der grundsätzlichen Bedeutung des Falles und unter Berücksichtigung der Unterwerfung des DFB unter den WADA-Code werde das DFB-Präsidium eingehend prüfen, ob es dieser Entscheidung des 26 Nr. 1 der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB Gebrauch mache und Berufung gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts einlegen werde.

Autor: sid

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