Bayern und Dortmund betreiben "Meinungsaustausch"

12. Januar 2004, 12:36 Uhr

Zwischen Rekordmeister Bayern München und Borussia Dortmund gibt es offenbar in regelmäßigen Abstand "Geheimtreffen". Laut BVB-Präsident Gerd Niebaum handelt es sich "um einen Meinungsaustausch, nicht um eine Hochzeit."

Droht der Bundesliga bald eine "Elefanten-Hochzeit" der Groß-Klubs? Der deutsche Rekordmeister Bayern München und Borussia Dortmund als Branchen-Größen haben ihren Dialog in den letzten Monaten offenbar intensiviert. "Wir haben uns im letzten Jahr eigentlich periodisch zusammengesetzt. Das geschah bei den Spielen, aber auch außerhalb. Es handelt sich um einen Meinungsaustausch, nicht um eine Hochzeit", erklärte BVB-Präsident Gerd Niebaum auf Anfrage des Sport-Informations Dienstes (sid) und reagierte damit auf einen Bericht der Tageszeitung Die Welt.

Der Borussen-Chef stellte klar, dass sich beide Klubs in den Dienst des deutschen Profi-Fußballs und der Deutschen Fußball Liga (DFL) stellen wollen: "Die DFL ist unsere Liga, auch die von Borussia Dortmund, Bayern München und 16 weiteren Klubs sowie 18 Zweitligisten. Die Sache ist absolut positiv zu sehen."

Der Jurist verwies auch auf das Treffen von acht Bundesliga-Groß-Klubs im vergangenen November in München. Bei dem Meeting waren Borussia Dortmund und Bayern München ebenfalls vertreten. Dabei wurde damals unter anderem über den Grundlagenvertrag zwischen der DFL und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gesprochen.

Rummenigge: "Es hat kein Treffen gegeben"

Die Welt hatte am Montag von einem Geheimtreffen von Bayern Münchens Vorstandsvorsitzendem Karl-Heinz Rummenigge und Vorstandsmitglied Karl Hopfner mit Niebaum und Dortmunds Manager Michael Meier berichtet. Im Trainingslager der Bayern in Dubai erklärte Rummenigge im sid-Gespräch dazu: "Es hat kein Treffen gegeben." Auch Niebaum wollte eine Zusammenkunft in den letzten Tagen nicht bestätigen, schloss allerdings ein Meeting mit den Bayern in naher Zukunft nicht aus.

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