Dortmunder Remis gegen Kaiserslautern

tok
18. Dezember 2003, 09:19 Uhr

Ein schwerer Patzer von BVB-Keeper Roman Weidenfeller bescherte Lautern den 1:1-Ausgleichstreffer durch Lincoln. Jan Koller war unmittelbar vor der Pause für die Gastgeber erfolgreich.

Borussia Dortmund hat auch im letzten Spiel vor der Winterpause seine Negativserie nicht stoppen können. Die Westfalen kamen gegen Bundesliga-"Kellerkind" 1. FC Kaiserslautern nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und warten damit seit nunmehr sechs Spielen auf einen Dreier. Während der BVB damit im ungewohnten Tabellenmittelfeld überwintern muss, sammelte der FCK nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wieder einen wichtigen Zähler gegen den Abstieg.

Jan Koller hatte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit für die glückliche Führung der erneut enttäuschenden Platzherren gesorgt. Dem Brasilianer Lincoln gelang in der 76. Minute nach einem Fehler von BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller der Ausgleich der Gäste.

Fußball zum Abgewöhnen

73.000 Zuschauer im Westfalenstadion erlebten phasenweise Fußball zum Abgewöhnen. Zwei völlig verunsichterte Rumpfmannschaften schienen sich an Fehlpässen übertreffen zu wollen, Kombinationen waren Mangelware. Allerdings erwischten die Pfälzer, die auf 13 Akteure verzichten mussten, den besseren Start.

In der sechsten Minute hatten Lincoln und Halil Altintop den Lauterer Führungstreffer auf dem Fuß, scheiterten jedoch an Weidenfeller. Erst nach etwa 20 Minuten suchte die Borussia verstärkt den Weg in die Offensive und kam durch Tomas Rosicky sowie Lars Ricken zu guten Möglichkeiten. Allerdings brachten sich die Dortmunder, die erneut "ohne 14" antreten mussten, durch Schlampigkeiten in der Abwehr selbst in Schwierigkeiten.

Lautern nutzte Chancen nicht

Allzu viel Spielraum ließen sie dem abstiegsbedrohten Gegner, der jedoch keinen Nutzen daraus ziehen konnte. Erst nach dem Wiederanpfiff erlebten die Fans, die den BVB zur Halbzeit mit Pfiffen verabschiedet hatten, eine wesentlich engagiertere Borussia, die sich zwar redlich mühte, allerdings in der Offensive zu ideenlos wirkte, um das Ergebnis schon vorzeitig in die Höhe zu schrauben. Die Lauterer kamen nur vereinzelt zu Kontern. Mit der besten Chance vor dem Ausgleich scheiterte der freistehende Kamel Kosowski am Ex-Lauterer Roman Weidenfeller im Dortmunder Gehäuse.

Autor: tok

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