Hellweg Lütgendortmunds Präsident Norbert Sack blickt auf eine erfolgreiche Hinserie zurück. Nach 17 Spieltagen hat sich sein Team nach ganz oben gespielt.

"Ja, wir steigen auf"

FC Hellweg glaubt an den Aufstieg

Felix Upmeier
17. Januar 2009, 16:17 Uhr

Hellweg Lütgendortmunds Präsident Norbert Sack blickt auf eine erfolgreiche Hinserie zurück. Nach 17 Spieltagen hat sich sein Team nach ganz oben gespielt.

Nun soll ein Neuzugang helfen, den Aufstieg zu realisieren. Doch auch beim Spitzenreiter ist nicht alles perfekt.

Doch von vorne. "Die letzten beiden Jahre waren schwierig", ächzt Norbert Sack. Seit zwölf Jahren ist er erster Vorsitzender und Präsident des Vereins FC Hellweg Lütgendortmund 1987. Mit fünf weiteren Vorstandsmitgliedern leitet er die Geschicke des Vereins. Der B-Kreisligist ist zur Zeit Spitzenreiter im Kreis Dortmund. Nicht zuletzt, weil sich zur neuen Saison beim Klub aus der Dortmunder Vorstadt einiges änderte. Manuel Lüther wurde als neuer Co-Trainer verpflichtet. Mit dem offensiven Mittfeldspieler Nico Dürkopp vom FC Brünninghausen, sowie dem Stürmer Marcel Christofzik (2. Mannschaft) kamen zwei, die das Team als Stammspieler verstärkt haben.

Nach nunmehr 17 Spieltagen und noch 15 ausstehenden Spielen steht der FC Hellweg ganz oben. "Unsere Abwehr ist wirklich gut. Durch mehr Trainingseinheiten sind wir in allen Bereichen deutlich fitter geworden. Wir gewinnen jetzt viel mehr Zweikämpfe", schwärmt der 52-Jährige. Tatsächlich ist die Abwehr das Prunkstück der Mannschaft. Nur 13 Treffer kassierte das Team in 17 Spielen. Vom achten bis zum zwölften Spieltag gelang sogar eine Serie mit fünf Siegen in Folge. "Dieser Saisonabschnitt war toll und es passte einfach alles. Wir konnten unser ganzes Potenzial ausschöpfen. Keine Verletzten, niemand gesperrt, alle waren dabei", erklärt der Präsident und fügt hinzu: "Oft müssen wir auch auf unsere Jungs, die bei der Polizei arbeiten, verzichten. Denn wenn der BVB sonntags zu Hause spielt, müssen die ihren Dienst am Stadion antreten."

Trotz dieser Umstände gewann das Team 14 Spiele. Gerade einmal eines endete unentschieden, zwei gingen verloren. Am letzten Spieltag vor der Winterpause wurde der SC Osmanlispor, bis dahin Tabellenführer, auswärts besiegt und Hellweg Lütgendortmund sicherte sich die Herbstmeisterschaft. Norbert Sack ist begeistert: "Dieses Spiel war fußballerisch das beste, was ich in den letzten Jahren in der Kreisliga gesehen habe." Trotz oder gerade wegen des Erfolgs verstärkt sich der Klub von der Evastraße noch einmal im Winter. Björn Freytag, ein Allrounder, stößt von Westfalia Huckrade zum Team.

Doch es ist nicht alles perfekt beim FC Hellweg Lütgendortmund. "Der desolate Zustand unseres Platzes macht es sehr schwierig. Wir haben wohl als einziges Team noch einen Aschenplatz. Viele Jugendliche aus Lütgendortmund spielen lieber in Vereinen aus Castrop und Bochum, wo sie Kunstrasenplätze haben." Da hilft eigentlich nur Optimismus. Sack ist sich sicher: "Einstellung und Engagement stimmen. Ja, ich glaube wir steigen auf!"

Autor: Felix Upmeier

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