Auch im eigenen Verein ist Oliver Kahn augenscheinlich nicht mehr unumstritten:

Rummenigge fordert mehr Glanztaten von Kahn

23. September 2003, 13:28 Uhr

Auch im eigenen Verein ist Oliver Kahn augenscheinlich nicht mehr unumstritten: "Er muss auch einmal wieder einen Unhaltbaren parieren", übte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge leise Kritik.

Oliver Kahn gerät beim FC Bayern München unter Zugzwang. Nach zehn Gegentoren in sechs Bundesligaspielen hat Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge leise Kritik an Nationaltorwart Oliver Kahn geübt. "Es läuft sehr unglücklich. Bei den Gegentoren hat er keine Chance. Nur: Früher hat er auch einmal einen Unhaltbaren pariert. Da muss er wieder hinkommen", sagte Rummenigge in der Münchner AZ.

Rummenigge kritisiert Zusammenspiel

Zudem bemängelte der AG-Chef nach nur einem Punkt des deutschen Meisters aus den beiden Spielen gegen Wolfsburg (2:3) und Leverkusen (3:3) das Zusammenspiel zwischen Offensive und Defensive. Als Grund für die momentanen Defizite nannte Rummenigge auch die unterschiedlichen Spielauffassungen von Kapitän Kahn und Regisseur Michael Ballack: "Kahn spielt gerne aus einer starken Abwehr, Ballack mag es offensiver".

Doch ein grundsätzliches Problem sieht der Bayern-Boss in diesem Konflikt nicht: "Wir haben eben die beiden herausragenden Spielerpersönlichkeiten Deutschlands unter Vertrag. Da sind Reibungspunkte unvermeidbar." Manager Uli Hoeneß will dennoch "nicht zur Tagesordnung übergehen": "Es wird nichts beschönigt. Da müssen wir schon sehr klar analysieren", kündigte Hoeneß in der tz Gespräche an.

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