Philip Bönig sieht man die Strapazen der ersten zwei Wochen in Bochum deutlich an:

VFL BOCHUM - Philip Bönig in Bochum schon heimisch

gp
15. Juli 2003, 09:40 Uhr

Philip Bönig sieht man die Strapazen der ersten zwei Wochen in Bochum deutlich an: "In Duisburg waren die Vorbereitungen schon schlimm, doch hier kommt mir alles noch ein bisschen intensiver vor."

Philip Bönig sieht man die Strapazen der ersten zwei Wochen in Bochum deutlich an: "In Duisburg waren die Vorbereitungen schon schlimm, doch hier kommt mir alles noch ein bisschen intensiver vor."

Aber mit all den Mühen hat der gebürtige Bayer es immerhin geschafft, sich Respekt zu erkämpfen und seine fußballerischen Qualitäten Einheit für Einheit anzudeuten. Bönig: "Es macht sehr viel Spaß. Ich hoffe, dass es so weiter geht." Der Linksfuß, der aus der Fußballschule des FC Bayern stammt, will es wissen: "Ich habe den Sprung auf Anhieb in die Zweite Liga geschafft. Jetzt will ich auch ins Oberhaus." Und so gibt es zwischen den Trainingseinheiten nur eins - schlafen, schlafen, schlafen. Bönig verrät: "Abends reicht es noch zu ein paar Telefonaten mit der Familie. Dann ab in die Kiste. Mehr geht nicht."

Philip Bönig kommt aus einer Fußballfamilie. Bruder Sebastian spielt bei der LR Ahlen, zuvor standen sie gemeinsam beim FC Bayern in einem Team. Philip Bönig: "Er ist Rechtsfuß, ich hoffe, irgendwann mal wieder mit ihm zusammen zu spielen." Auch Vater Anton hat eine Bayern-Vergangenheit. Philip Bönig: "Manager Robert Schwan hat ihm mal einen Profivertrag versprochen, doch er ist bei den Amateuren hängen geblieben." Aus Wut wechselte er nach Aiching, wurde in der dritten Liga sogar Torschützenkönig. Aber damit reißen die Verbindungen zwischen der Familie und dem FC Bayern noch nicht ab. Der jüngste Bruder, Fritzi, ist 13, Auswahlspieler von Freising und hat gerade im Sommer ein Angebot des FC Bayern abgelehnt. Philip Bönig: "Meine Eltern haben entschieden, dass er erst zum FC Bayern soll, wenn er in die B-Jugend kommt."

Philip Bönig, der sich schon frühzeitig für den VfL entschied, ist in Bochum fast schon heimisch: "Es war eine kluge Entscheidung, gleich nahe der Innenstadt eine Wohnung zu suchen. Da fällt die Eingewöhnung viel leichter." Überwältigt war der Linksfuß von seinem Empfang bei der Trikotpräsentation: "Das ist hier alles total familiär und nett. Es macht einfach Spaß." Nachdem er seine neuen Teamkollegen bei den ersten Trainingseinheiten "beschnuppert" hat, ist er sicher: "Wir können Platz neun noch toppen."

Ende August wird Freundin Tanja nach Bochum kommen. Bönig: "Die letzten zwei Jahre in Duisburg, wo wir uns nur am Wochenende gesehen haben, waren schon verdammt hart. Ich freue mich, dass sie bald bei mir ist." Und Bönig freut sich auf die großen Stadien des Oberhauses: "Mit dem MSV habe ich schon im Pokal in der AOL-Arena in Hamburg gespielt. Jetzt geht es ins Münchener Olympiastadion, ins Westfalenstadion oder in die Arena." Ein Termin ist dabei dick unterstrichen - der 16. August. Bönig: "Natürlich ist das Spiel beim FC Bayern München für mich etwas ganz besonderes. Da werden wohl meine ganzen Freunde und Bekannten sowie die komplette Familie mir die Daumen drücken." So ganz auf den bayerischen Zungenschlag muss Bönig aber auch in Bochum nicht verzichten. Vereinsarzt Dr. Karl-Heinz Bauer ist das Bayerischen mächtig. Bönig: "Nach zwei Jahren Duisburg habe ich beim Einkaufen keine Probleme mehr. Ich weiß sogar, dass Semmel auch in Bochum Brötchen heißen."

Autor: gp

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