RL West

7-Tage-Inzidenz: Die Lage in den Regionalliga-Städten

Stefan Loyda
15. Oktober 2020, 11:29 Uhr
Gegen Düsseldorf II ging es noch, gegen Münster werden in Essen keine Zuschauer zugelassen. Foto: Thorsten Tillmann

Gegen Düsseldorf II ging es noch, gegen Münster werden in Essen keine Zuschauer zugelassen. Foto: Thorsten Tillmann

Ob zu den Spielen in der Regionalliga West am Wochenende Zuschauer zugelassen werden, entscheidet auch der Inzidenz-Wert der gastgebenden Stadt. RevierSport hat nachgeschaut, wie es bei den Klubs aussieht.

Nach der letzten Lockerung in der Corona-Schutzverordnung für den Sport dürfen auch die Regionalliga-Klubs wieder mehr als 300 Zuschauer in ihren Stadien begrüßen. Seitdem gilt: Kommen mehr als 1000 Zuschauer, darf der Verein maximal ein Drittel seiner Stadionkapazität füllen. Dies aber auch nur bei einem besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzept. 


Allerdings gibt es dafür eine Einschränkung: Sollte der Inzidenz-Wert, sprich die Zahl der Infizierten pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen, in der Gastgeberstadt die 35 überschreiten und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar sein, müssen die Fans zu großen Teilen wieder draußen bleiben. In Wuppertal  (gegen Rödinghausen) sind zum Beispiel gar keine Zuschauer erlaubt. 

Wobei die Regel besagt: Ab einem Inzidenzwert von 50 gilt verbindlich, dass draußen keine Veranstaltungen mit über 500 Teilnehmern stattfinden dürfen. Genau diese 500 sind beim Spiel der Aachener Alemannia gegen Schalke II erlaubt. 

Rot-Weiss Essen gab bereits bekannt, dass das Top-Spiel gegen den Drittliga-Absteiger Preußen Münster vor nur 300 Zuschauern stattfinden muss. „Gerade nach dem in jeder Hinsicht erfolgreichen ersten Heimspiel vor 5.000 Zuschauern gegen Düsseldorf, in dem unser Hygiene-Schutz-Konzept tadellos funktioniert hat, ist das mehr als schade, aber für den Moment nicht zu ändern. Mit Blick auf das Münster-Spiel wäre somit keine andere Entscheidung vertretbar gewesen“, erklärte RWE-Vorstand Marcus Uhlig in einer Presse-Mitteilung am Montag.

Aber nicht jeder Verein muss seine Stadiontore fast gänzlich schließen. RevierSport hat die Inzidenz-Zahlen der Regionalliga-Städte herausgesucht, die am Wochenende ein Spiel austragen sollen. Stand Donnerstag, 15.10. 2020. 

Die Inzidenz-Zahlen der Regionalliga-Heimspiel-Städte

FC Wegberg-Beeck - SV Straelen
Standort: Kreis Heinsberg
Inzidenz: 36,0

Sportfreunde Lotte - Borussia Mönchengladbach II
Standort: Kreis Steinfurt
Inzidenz: 32,1

Wuppertaler SV - SV Rödinghausen
Standort: Kreisfreie Stadt Wuppertal
Inzidenz: 84,5

Borussia Dortmund II - Rot Weiss Ahlen
Standort: Kreisfreie Stadt Dortmund
Inzidenz: 50,7

Bonner SC - Fortuna Düsseldorf II
Standort: Kreisfreie Stadt Bonn
Inzidenz: 37,3

SC Wiedenbrück - Fortuna Köln
Standort: Kreis Gütersloh
Inzidenz: 39,7

Rot-Weiss Essen - Preußen Münster
Standort: Kreisfreie Stadt Essen
Inzidenz: 52,9

1.FC Köln II - Rot-Weiß Oberhausen
Standort: Kreisfreie Stadt Köln
Inzidenz: 69,2

Alemannia Aachen - FC Schalke 04 II
Standort: Städteregion Aachen
Inzidenz: 50,6


Die Partie zwischen dem VfB Homberg und dem SV Bergisch Gladbach wurde wegen Corona-Fällen bei den Duisburgern bereits auf den 18. November verschoben.

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Kommentieren

15.10.2020 - 20:21 - RWE-Serm

AV 15.05 Uhr;
ja bitte, wie kann ich helfen ;-)

15.10.2020 - 18:35 - Außenverteidiger

@Petetown: Irgendwer hat immer irgendetwas aus einer Handlung. Egal wer, woher und warum. Ist letztendlich trivial.

15.10.2020 - 17:26 - Petetown

Was sollten die denn davon haben uns zu verarschen?

Und Du glaubst ernsthaft, dass man die Zahlen durch 3 teilen muss? Wieso?

15.10.2020 - 17:21 - RWE51

Ich bleibe bei meiner Meinung und glaube vor allen Dingen keinem Politiker, auch wenn ich langsam in Richtung Verschwörungstheoretiker rücke. Eine Statistik kann ich drehen wie ich sie gebrauche, war lange genug in einem Geschäft wo die Leute eigentlich nur verarscht wurden und auch heute noch werden.,

15.10.2020 - 17:01 - Petetown

@RWE51: Und was hat das jetzt mit deinem "die Werte somit durch 3 zu teilen" zu tun? Oder einfach nur schnell was neues auftischen?

15.10.2020 - 16:53 - RWE51

Also Statistik hin oder her. Im Moment wird eindeutig das Grundgesetz verletzt. Das zeigt sich jetzt gerade , dass die Beherbergungsverbote durch Oberverwaltungsgerichte gekippt werden, ohne Möglichkeit der Revision siehe OVG Lüneburg,, d.h. das die Bundesregierung keine Möglichkeit der Änderung hat.

15.10.2020 - 16:33 - Petetown

Schöner Service, danke!

@RWE51: Das ist doch Quatsch. Das einzige was sich ändern könnte, ist die Dunkelziffer. Im Endeffekt gibt es aber deutlich mehr als diese z.B. ca. 50 auf 100.000 in Essen. Dadurch dass mehr getestet wird, werden doch nicht mehr Infizierte angegeben, als wir tatsächlich haben. Es sind immer noch deutlich mehr, wenn die Dunkelziffer sich durch die gestiegenen Tests auch etwas verändert haben dürfte und es schwieriger ist die Zahlen mit früheren zu vergleichen. Aber so extrem ist das auch nicht.

Mal ins Detail gehend:

Jetzt mal einfach so sagen, dass 3 x so viel getesten und deswegen 3 x so viele Fälle erkannt werden, passt nicht. Hat so auch mit Sicherheit kein Wissenschaftler behauptet. Anfangs wurden nahezu ausschließlich Personen mit Symptomen getestet. Symptomfreie Personen hatten ja gar keine Möglichkeit sich testen zu lassen. Inzwischen ist das anders. Siehe all die Urlaubswütigen, die mal eben so zu einer Teststation düsen können. Natürlich werden auch dort Infizierte festgestellt, da man auch ohne Symptome erkranken kann (das RKI geht von rund 15% aller tatsächlich (!) Erkrankten aus, die infiziert sind, aber gar keine Symptome zeigen). Die Anzahl derjenigen, die Symptome aufweisen und tatsächlich erkrankt sind, ist natürlich deutlich höher als die derjenigen, die KEINE Symptome aufweisen und tatsächlich erkrankt sind. Logisch! Entsprechend dürfte die Dunkelziffer-Quote zwar ein wenig gefallen sein, aber bei weitem nicht im Verhältnis 1:3.

Inzwischen gibt es ja auch einige Studien zum Thema Dunkelziffer. Je nach Infektionsverbreitung sind die Dunkelziffern unterschiedlichen. Wenn man sich aber mal damit beschäftigt und sich die Studien so anschaut, dürfte man bei bei einer bundesweiten Dunkelziffer von ca. x4 liegen. Sprich: Statt 50 Infizierte pro 100.000 EW dürfte die Zahl bei ca. 200 liegen. Also nix mit 1/3, RWE51. Wie sollte das auch gehen? 2 von 3 positiv getesteten Personen müssten ja dann ein falsches Ergebnisse erhalten haben und somit negativ sein. Unmöglich.

Will sagen: Wer Zahlen anzweifelt, weil er glaubt, die wollen uns bescheißen, bewegt sich nahe an Verschwörungstheoretikern wie Naidoo, Wendler und inzwischen auch Nena. Wer sollte von sowas etwas haben? Wenn überhaupt jemand am nächsten an der Wahrheit ist, dann sind und bleiben es die an Corona forschenden Wissenschaftler. Klar sind die Zahlen auch nicht 100% (geht auch gar nicht), aber die sind in der Lage Entwicklungen zu erfassen und die nach Forschungslage bestmöglichen Maßnahmen zu empfehlen.

15.10.2020 - 15:34 - Ronaldo20

Ausenverteidiger So ein Schwachsinn kann nur von ihnen kommen Intigens gleich null

15.10.2020 - 15:05 - Außenverteidiger

Das es sich hierbei um Menschen handelt, hat niemand bestritten Ronaldo. Wir leben aber nicht auf der Blumenwiese, sondern in einer Welt mit Namen und Begriffen. Somit stellt sich nicht die Frage nach den Lebewesen, sondern Personen innerhalb eines Landes. Wen meinst du genau?

Serm: Die Politiker haben, wie wir alle, den Umgang mit Zahlen zu schlecht erlernt. Die 68er haben keine Lust auf Mathe und Zahlen.

15.10.2020 - 14:31 - RWE51

Die Zahlen lügen. Lt. den Topvirologen werden 3x soviel Tests gemacht wie April. Sie sagen, eigentlich selbst, dass die Werte somit durch 3 zu teilen sind. Daher liegen wir auch alle unter 35! Wenn Herr Streeck sagt, im April sind uns vielleicht sogar 60000 durch die Lappen gegangen und es hat sich dadurch nichts verschlimmert, zweifele ich langsam alle Zahlen an. Jeder hat eine andere Meinung. Mit allen teile ich nur die Angst vor Corona.

15.10.2020 - 14:19 - Ronaldo20

Und so machen uns die Corona Gegner und die gleichgültigen Menschen wieder alles kaputt die Strafen müssten dreimal so hoch sein

15.10.2020 - 12:26 - Außenverteidiger

Man müsste eine gesellschaftliche Analyse analog der bildungswissenschaftlichen Statistiken anfertigen und schauen, wo genau die Probleme liegen. Gerne können die Klassifikationen anderer sozialer Statistiken 1:1 übernommen werden. Dadurch wäre ein besserer Schutz unschuldiger Mitbürger möglich.