Bochum zuversichtlich für die Partie gegen Lüttich

30. September 2004, 08:33 Uhr

Für Bundesligist VfL Bochum geht es heute im UEFA-Cup gegen Standard Lüttich um den Einzug in die Gruppenphase und damit um vier Millionen Euro. Nach dem 0:0 im Hinspiel gibt sich Trainer Peter Neururer zuversichtlich.

Für den VfL Bochum ist es heute der Tag der Entscheidung: Der Bundesligist empfängt im UEFA-Cup den achtmaligen belgischen Meister Standard Lüttich (20.30 Uhr/live im ZDF). Neben reichlich Prestige geht es nach dem 0:0 im Erstrunden-Hinspiel um den Einzug in die neu geschaffene Gruppenphase und damit gut vier Millionen Euro. Doch beim VfL, dem seit der deftigen 1:4-Pleite gegen Double-Gewinner Werder Bremen auch in der Bundesliga der Wind ins Gesicht bläst, herrscht trotzdem demonstrative Zuversicht.

"Ich kann noch gut schlafen. Auf meine Mannschaft konnte ich mich doch immer verlassen", meinte Trainer Peter Neururer: "Die Truppe verschwendet keinen Gedanken daran, dass etwas schief gehen könnte. Wir sind überzeugt, dass wir es schaffen werden."

VfL geht in die Offensive

Die Marschrichtung für das zweite Duell mit dem wallonischen Traditionsverein, der nach einem schwachen Saisonstart am Sonntag beim Tabellendritten La Louvriere (1:0) überzeugte, ist für Neururer klar: "Wir müssen brutal auf eine 1:0-Führung gehen. Und wenn wir das 1:0 schaffen sollten, müssen wir das 2:0 erzielen. Denn ein Gegentor kann immer fallen. Lüttich muss auch treffen, um weiterzukommen."

Doch gerade im Sturm plagen den VfL-Coach Probleme. Peter Madsen (Innenbandriss) und Momo Diabang (Kreuzbandriss) fallen aus. Und Neuzugang Vratislav Lokvenc ließ zuletzt nicht nur im Hinspiel in Lüttich Effizienz vor dem Tor vermissen.

Die Fans als zwölfter Mann

Besondere Hoffnungen setzt Neururer nicht nur deshalb auf die Zuschauer im ausverkauften Ruhrstadion, das am Donnerstag wegen der Sitzplatzpflicht nur 23.800 Fans fassen wird. "Wenn nur eine ähnliche Stimmung herrschen sollte wie 1997, dann sind die Fans unser zwölfter Mann." Vor sieben Jahren hatten die Westfalen bei ihrem bislang einzigen Auftritt auf der europäischen Fußball-Bühne das Achtelfinale erreicht und war dort erst nach großem Kampf gegen Ajax Amsterdam (2:4, 2:2) ausgeschieden.

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