Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt träumt erneut vom UEFA-Cup-Endspiel, Debütant FCR Duisburg erst einmal nur vom Viertelfinale: Während die Qualifikations-Turniere auf internationaler Bühne für den deutschen Meister aus Hessen längst Routine sind, wartet auf die Duisburgerinnen ab heute in der Ukraine ein großes Abenteuer.

Frankfurt und Duisburg peilen Viertelfinale an

"Dieses Erlebnis wird uns zusammenschweißen"

sid
09. Oktober 2008, 09:16 Uhr

Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt träumt erneut vom UEFA-Cup-Endspiel, Debütant FCR Duisburg erst einmal nur vom Viertelfinale: Während die Qualifikations-Turniere auf internationaler Bühne für den deutschen Meister aus Hessen längst Routine sind, wartet auf die Duisburgerinnen ab heute in der Ukraine ein großes Abenteuer.

"Dieses Erlebnis wird uns zusammenschweißen. Egal wie es ausgeht, es wird uns als Mannschaft in der Entwicklung weiterbringen", meinte FCR-Trainerin Martina Voss vor dem Trip ins Ungewisse.
Am Mittwoch startete der Vize-Meister mit dem Flugzeug von Düsseldorf nach Wien und setzte seine Reise dort nach Lwiw in der westlichen Ukraine fort. Die restlichen 150 Kilometer durch die Randkarpaten bis nach Kalus wurden im Bus zurückgelegt.

Bereits heute steht die erste Partie des Mini-Turniers mit vier Mannschaften gegen Gastgeber Naftokhimik Kalus an. Am Samstag wartet der spanische Vertreter UD Levante, am Dienstag zum Abschluss dann Bröndby IF aus Dänemark (alle 14.00 Uhr/MESZ). "Natürlich spüren wir den Druck, aber wir wollen unbedingt ins Viertelfinale", kündigte Voss selbstbewusst an.

Die jeweils ersten beiden der insgesamt vier Turniere erreichen die Runde der letzten acht Teams, die am 5./6. November (Hinspiel) beziehungsweise 12./13. November (Rückspiel) ausgetragen wird. Theoretisch könnten dabei die Duisburgerinnen im deutschen Duell auf Frankfurt treffen.
Der dreimalige UEFA-Cup-Sieger aus der Mainmetropole mit seinem neuen Trainer Günter Wegmann ist zwar erneut Mitfavorit auf den Titel, doch Manager Siegfried Dietrich warnt vor den starken Gegnern beim Mini-Turnier in Oslo/Norwegen.

"Nach dem Gewinn des Finals in der letzten Saison vor der Rekordkulisse von 27.640 Zuschauern ist es für uns eine große Herausforderung, im Kampf um die europäische Krone auch in dieser Spielzeit erfolgreich zu sein. Aber die Konkurrenz ist bereits bei der Veranstaltung in Norwegen groß", erklärte Dietrich.

Der Bundesliga-Tabellenführer, der weiterhin auf die verletzten Conny Pohlers, Pia Wunderlich und Silke Rottenberg verzichten muss, spielt heute gegen den russischen Meister Zwezda-2005, am Samstag gegen Gastgeber Roa Idrettslag (beide 14. 00) und am Dienstag gegen Glasgow City (15.30). Bislang hat der FFC alle sechs bisherigen Mini-Turniere gewonnen und dabei in 18 Spielen 16 Siege (2 Unentschieden) gefeiert.

Autor: sid

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