Gleich zwei Matchstrafen wurden am vergangenen Freitag ausgesprochen und dem Neusser Verteidiger Ronny Sassen droht sogar eine längere Sperre. Laut Spielbericht bedachte er Schiedsrichterin Nicole Hertrich beim Match in Düsseldorf mit den Worten „Du Fotze“.

Eishockey-Regionalliga: Sassen droht nach Schiri-Beleidigung Sperre

EHC weist Schlusslicht Herne in die Schranken

Markus Terbach / Aaron Knopp
09. Oktober 2008, 10:07 Uhr

Gleich zwei Matchstrafen wurden am vergangenen Freitag ausgesprochen und dem Neusser Verteidiger Ronny Sassen droht sogar eine längere Sperre. Laut Spielbericht bedachte er Schiedsrichterin Nicole Hertrich beim Match in Düsseldorf mit den Worten „Du Fotze“.

Sassens ehemaliger Neusser Teamkollege Dennis Kohl geriet in Troisdorf mit Dynamite-Neuzugang Jury Lütgen aneinander. Der Troisdorfer und ein Dinslakener Verteidiger hatten sich ineinander verhakt und waren in den Kobras-Goalie gerauscht. Der wertete das als Attacke auf sich und traf Lütgen mit seiner Kelle.

Der blieb verletzt auf dem Eis liegen, was Schiedsrichter Sander dazu brachte, eine Matchstrafe zu verhängen. Morgen treffen NEV und Kobras ohne die zwei in Neuss aufeinander. Der absolut missratene Saisonstart - zwei Punkte aus vier Spielen – hat dafür gesorgt, dass der Ton bei Aufsteiger Ratinger Ice Aliens rauer geworden ist. „Ich sehe bei uns keinen Trainer, dem man Vorwürfe machen kann, sondern einige Spieler, die bisher klar erkennbar nicht ihr Leistungsvermögen ausgeschöpft haben“, redete Schatzmeister Rainer Merkelbach Klartext.

Der als Verteidiger und Stürmer einsetzbare Tscheche Dusan Halloun ist bis zum Jahresende verpflichtet worden, um dem Sturm zu mehr Durchschlagskraft zu verhelfen. Beim Auswärtsspiel in Solingen ist morgen ein Sieg Pflicht.Ganz anders die Situation in Unna. Nach vier Siegen ist die Stimmung beim KJEC bestens: „Es ist schon bemerkenswert. In der vergangenen Saison hatten wir erst nach zwanzig Spielen zwölf Zähler auf dem Konto.

Nun haben wir diese Marke bereits jetzt“, freut sich Pressesprecher Ralf Kowalsky, warnt gleichzeitig aber vor frühzeitiger Euphorie: „Wir spielen nun gegen die hochkarätigen Gegner und werden am Monatsende eine Standortbestimmung haben.“ Den Anfang macht das Auswärtsspiel bei den Moskitos Essen, die einen ordentlichen Einstieg in die Regionalliga NRW feierten. Sportlich (3:2 (1:1, 2:1, 0:0)-Sieg gegen die Ratinger Ice Aliens) lief es bereits einigermaßen rund und auch die Kulisse stimmte (957 Zuschauer). Nach allem, was die Anhänger im Jahr 2008 durchmachen mussten, wohl eine durchaus ordentliche Zahl.

Gleichzeitig stand am Wochenende der wohl ungleichste Vergleich der gesamten Liga auf dem Plan: Der Herner EV 1b empfing den EHC Dortund. Dennoch kam das Schlusslicht beim 1:12 (0:3, 1:4, 0:5) vergleichsweise fast nochglimpflich davon. EHC-Coach Jesse Panek war daher trotz des Kantersiegs nur bedingt glücklich: „Das war ein Pflichtsieg und kein Maßstab. Wir waren über die gesamte Spieldauer dominant, aber es fehlte natürlich in vielen Situationen an Konzentration.“

Am kommenden Wochenende müssen sich die Westfalen-Elche aber wieder fokussieren. Zuerst empfangen sie am Freitag (20 Uhr) den EHC Troisdorf, am Sonntag geht die Reise dann zum Aufsteiger Ratingen. Erstes Bully am Sandbach ist um 18 Uhr.

Autor: Markus Terbach / Aaron Knopp

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