McLaren-Mercedes bietet in der Anhörung des FIA-Berufungsgerichts am 22. September in Paris Lewis Hamilton als Kronzeugen auf und sieht eine große Chance auf die Rücknahme der Strafe von Spa. Hamilton hatte den Sieg beim Großen Preis von Belgien durch eine 25-Sekunden-Strafe verloren, weil er in einer Schikane abgekürzt und in der nächsten Kurve überholt hatte.

Formel 1: FIA-Gericht tagt am 22. September

Hamilton als Kronzeuge

sid
14. September 2008, 10:09 Uhr

McLaren-Mercedes bietet in der Anhörung des FIA-Berufungsgerichts am 22. September in Paris Lewis Hamilton als Kronzeugen auf und sieht eine große Chance auf die Rücknahme der Strafe von Spa. Hamilton hatte den Sieg beim Großen Preis von Belgien durch eine 25-Sekunden-Strafe verloren, weil er in einer Schikane abgekürzt und in der nächsten Kurve überholt hatte.

Der Automobil-Weltverband FIA stellte im Fahrerbriefing nochmal klar, dass das verboten ist. "Ich sehe für die Gerichtsbarkeit eine große Chance. Hamilton war erdrückend schneller als Kimi Räikkönen und hat durch die bessere sportliche Leistung gewonnen", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug dem sid. Der Brite Hamilton wird am Montag vor dem ersten Formel-1-Nachtrennen in Singapur extra nach Paris reisen.

"Natürlich ist das so kurz vor einem Rennen nicht optimal, aber diese Sache ist zu wichtig", sagte McLaren-Teamchef Ron Dennis. Die Silberpfeile stützen sich in ihrem Protest besonders auf den Fakt, dass FIA-Renndirektor Charlie Whiting das Überholmanöver von Hamilton gegen Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen (Finnland) während des Rennens auf Mercedes-Rückfrage zweimal als korrekt bezeichnet hatte. Anschließend soll Whiting allerdings die Stewards zu einer Untersuchung des Vorfalls aufgefordert haben.

In Monza sagte Whiting, dass ein Fahrer, der verbotenerweise abgekürzt und eine Position gewonnen hat, den Platz zurückgeben und mindestens eine weitere Kurve abwarten muss, bevor er erneut angreifen darf. Genau das hatte Hamilton nicht gemacht. Williams-Pilot Nico Rosberg gibt, wie inzwischen die meisten anderen Fahrer auch, Hamilton die Schuld: "Die Regelung ist nichts Neues, das war schon immer so. Deshalb war die Bestrafung für Hamilton zwar hart, aber korrekt."

Dass die Fahrer geschlossen gegen Hamilton sind, findet Haug logisch: "Es gibt immer Neid gegen den Klassenbesten, aber in Spa hat Lewis verdient gewonnen." Nach der Zeitstrafe wurde Hamilton hinter Ferrari-Pilot Felipe Massa (Brasilien) und Nick Heidfeld (Mönchengladbach/BMW-Sauber) auf Platz drei zurückgestuft.

Autor: sid

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