Der Ball rollt bei der SG Schönebeck. Seit Freitag-Abend in der Altenessener Soccer-Halle Goalfever bereitet Coach Ralf Agolli sein Team auf den DFB-Cup vor.

SG SCHÖNEBECK: Hellmann abgehakt - "Schubis" Abschiedstour

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15. Januar 2007, 12:45 Uhr

Der Ball rollt bei der SG Schönebeck. Seit Freitag-Abend in der Altenessener Soccer-Halle Goalfever bereitet Coach Ralf Agolli sein Team auf den DFB-Cup vor.

Der Ball rollt bei der SG Schönebeck. Seit Freitag-Abend in der Altenessener Soccer-Halle Goalfever bereitet Coach Ralf Agolli sein Team auf den DFB-Cup vor, der am kommenden Samstag, 20. Januar, ab zehn Uhr in der Bonner Hardtberg-Halle gestartet wird. Am heutigen Sonntag zaubert man noch einmal auf dem Kunstrasen (15 h), der nächste Mittwoch ist ab 20 Uhr für zwei Stunden gebucht. "Dann gehen wir den Samstag an, alles mit der notwendigen Lockerheit", legt sich Agolli ausdrücklich fest, der am Freitag mitmischte und am Samstag, als er beruflich ran musste, "beim Weg ins Büro in den ersten Stock" den Aufzug nahm, die Treppen waren einfach nicht möglich.

Bei der Premiere nicht mit dabei waren Mirja Kothe und Steffi Weichelt, die nach ihrem Syndesmosebandanriss "bislang nur auf dem Fahrrad saß", wie Manager Willi Wißing erklärt. Auch Sandra Deilmann (während der Spielzeit zweiter Kreuzbandriss) schaute logischerweise nur zu, Spielführerin Steffi Schubert trudelte aus beruflichen Gründen erst später ein, "dabei hatte ich mich den ganzen Tag auf die Zockerei gefreut." Heute steht sie auf dem Feld. Logisch, es wird am kommenden Wochenende ihr letzter DFB-Cup sein, die nächsten Monate absolviert die 29-Jährige ihre Abschiedstournee durch die Liga, am 26. Mai will sie unbedingt noch einmal im Finale des DFB-Pokals stehen. "Das wäre es doch", glänzen ihre Augen, "ich habe dann im Sommer acht Jahre Bundesliga hinter mir. Man muss wissen, wann es reicht." Und auf Körpersignale hören.

Die Auslosung für das vorab noch zu bewältigende Halbfinale geht auch am Samstag in Bonn über die Bühne. "Wenn wir zuhause spielen, ist mir der Gegner egal", umreißt Agolli, "meine Mädels sind soweit, dass wir am Hallo in Stoppenberg jeden schlagen können, das haben wir durch den Sieg über Potsdam bewiesen." Im Geschäft sind noch der Nachbar FCR Duisburg, Liga-Favorit 1.FFC Frankfurt und Zweitligist 1.FC Saarbrücken. Agolli: "Wenn wir reisen müssen, hätte ich natürlich nichts gegen den FCS."

Planen kann Agolli aktuell auch nicht mehr mit Katrin Lange, die aufgrund der Ausbildungsbelastung (Kommissaranwärterin) für die nächsten sechs Monate zur Zweitvertretung geht, und Karina Hellmann. Die Allrounderin - es gab den Konflikt wegen der Fitnessfrage - führte am Freitag noch ein Gespräch mit Wißing, alles ohne Konsens. "Sie will unter Ralf nicht mehr spielen", erklärt Wißing. Hellmann gab bereits alle ihre Sachen ab. Vor der Winterpause wurde die Fitnessproblematik auch mit Jennifer Balkenhol erörtert, "die sich deutlich verbessert darstellt", lobt Wißing.

Andy Kuhn, Sportlicher Leiter und Marketingfachmann nutzt die aktuelle Zeit, sich für ein paar Tage auf Gran Canaria zu erholen, "er war für uns im letzten halben Jahr ein echter Treffer", legt sich Wißing fest. Treffer landeten mit Hilfe des Clubs auch Marlene Kowalik, die in der Altenpflege tätig ist, am Freitag zu einer elfstündigen Nachteinheit musste, sowie auch Steffi Löhr. Die gelernte Krankenschwester arbeitet jetzt für das Ärzte-Mobil, das sich medizinisch um Obdachlose kümmert. Wißing ist dabei, auch für Melanie Hoffmann (Hotelbranche) und Weichelt (angehende Reiseverkehrskauffrau) Jobs zu finden. Insbesondere Weichelt ("ich bin ein echter Ossi, freue mich immer noch über Bananen"), die auch aufgrund dieser SGS-Möglichkeiten damals aus Frankfurt kam, amüsiert Wißing immer: "Steffi ist kernig." Ein Trumpf, den Agolli vielleicht ab März wieder ziehen kann.

Autor: og

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