Man kennt das ja. Ist ein Trainingslager zu Ende, dann hauen sich die Verantwortlichen kollektiv auf die Schulter und ziehen Bilanz, die in der Regel folgenden Wortlaut hat: „Das war das beste Trainingslager aller Zeiten.“

VfL: Schröder genoss das Panorama und die Abwechslung

„Holen uns das Erfolgserlebnis“

18. Juli 2008, 11:07 Uhr

Man kennt das ja. Ist ein Trainingslager zu Ende, dann hauen sich die Verantwortlichen kollektiv auf die Schulter und ziehen Bilanz, die in der Regel folgenden Wortlaut hat: „Das war das beste Trainingslager aller Zeiten.“

Die Teilnehmer werden nachdenklich, der eine oder andere schüttelt den Kopf. Oliver Schröder, einer der Beteiligten in Tirol, hat schon ein paar dieser Aufenthalte unter Männern auf dem Buckel. Hinzu kommt, dass er kein Schönredner ist. Genau das sind die besten Voraussetzungen, um zu erfahren, wie es denn am Walchsee wirklich war.

Schröder muss nicht lange überlegen: „Es ist ganz gut, dass wir nicht in Ostwestfalen waren, sondern schön weit weg. Österreich mit den Bergen und den Seen, das ist eine ganz andere Abwechslung.“ Dann wird der Mittelfeldmann präziser: „Das fängt schon in der Früh an. Du gehst auf den Balkon, schaust auf das Panorama und du fühlst dich wohl, obwohl du weißt, dass es nur noch fünf Minuten bis zum morgendlichen Waldlauf sind.“

Das eine ist die Landschaft und deren Möglichkeiten, das andere ist, was man daraus macht. Und hier hat Marcel Koller offensichtlich ein Idealrezept gefunden, denn der Schweizer vermischt Anstrengungen mit guter Laune. Schröder: „Rodeln, Schlauchboot-Rennen, Mountainbike-Tour, das war eine tolle Sache. Allen Spielern hat es jedenfalls gefallen.“

Weit weniger Spaß hatte Schröder bei den drei Testspiel-Niederlagen, aber er räumt ein: „Macht es mehr Sinn gegen einen Kreisligisten zweistellig zu gewinnen?“ So kommt er zu dem Schluss: „Es ist auch für uns interessanter gegen Spitzenclubs zu spielen, um sich heranzutasten und zu sehen, ob man bestehen kann. Ich bin sicher, dass wir uns in den verbleibenden Vergleichen unser Erfolgserlebnis holen.“

Fasst man diese Aussagen zusammen, dann ist man wieder am Anfang der Geschichte – also wohl doch das „beste Trainingslager aller Zeiten“.

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