Der Start steht fest: Der FCR empfängt am ersten Spieltag, 7. September, den Aufsteiger Herforder SV im PCC Stadion. Bei der zweiten Matchansetzung muss die hanseatische Hürde Hamburger SV überlaufen werden. Auch die erste UEFA-Cup-Reise kann gebucht werden:

FCR/SGS: Schönebeck verpflichtet noch Deniz Özer

Duisburgs dänischer UEFA-Trip

Oliver Gerulat
08. Juli 2008, 10:45 Uhr

Der Start steht fest: Der FCR empfängt am ersten Spieltag, 7. September, den Aufsteiger Herforder SV im PCC Stadion. Bei der zweiten Matchansetzung muss die hanseatische Hürde Hamburger SV überlaufen werden. Auch die erste UEFA-Cup-Reise kann gebucht werden:

Am 12. Oktober geht es nach Dänemark zu Brøndby IF. Alles im Rahmen der zweiten Runde, denn der deutsche Vizemeister erhielt im ersten Durchgang ein Freilos. Dort (4. bis 9. September) treten 36 Clubs an. Bei der Auslosung wurden Vereine auf neun Gruppen (je vier Teams) verteilt. Die jeweiligen Sieger stehen in Runde zwei. Auf dieser zweiten "Etappe" greift Titelverteidiger 1.FFC Frankfurt ein. Dazu kommen die Landes-Champions der sechs stärksten Verbände. Die 16 Mannschaften finden sich in vier Gruppen zu je vier Konkurrenten wieder. Die Gruppensieger und -zweiten qualifizieren sich für das Viertelfinale (9. bis 14. Oktober).

Ein "FCR-Freiticket" gab es auch beim ersten Ansetzen des DFB-Pokals. An diesem Tag dürfen die vorderen sechs der letzten Abschlusstabelle noch zuschauen. Neben dem FCR steigen Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt, Turbine Potsdam, Bayern München, Bad Neuenahr und der VfL Wolfsburg erst "verspätet" ein. Dann zocken nur noch 32 Truppen.

"Das werde ich meinem Team auch noch einmal deutlich sagen", grübelt Ralf Agolli, Coach der SG Schönebeck, die das "Rennen" 2006/2007 als Siebte abschloss. Und nun beim Landesligisten SV Johannstadt 90 (Stadion am Käthe-Kollwitz Ufer) in Dresden antreten muss. "Was soll ich dazu sagen? Erst einmal schauen, wo das auf der Landkarte ist", grinst Agolli. "Aber auch das werden wir ernst nehmen."

Der Essener Kader wird durch die Verpflichtung von Defensiv-Akteurin Deniz Özer komplettiert. Die 21-jährige Deutsch-Türkin spielte zuletzt für Wolfsburg und Wattenscheid. "Im meinem finanziellen Sinne bin ich mit der Kaderzusammenstellung zufrieden", macht Agolli deutlich, dass der Club keine Gelddruckmaschine im Keller hat. Der Ex-Stürmer: "Natürlich hätte ich mir auch gerne einen echten Kracher geholt."

Den verliert er mit Linda Bresonik. Die Weltmeisterin geht zum FCR Duisburg zurück. Dort verändern sich nach Hue-Man-Cao, Lena Hohlfeld auch Julia Debitzki, Lisa Quast und Ramona Petzelsberger zur SG Wattenscheid.

Beim Fall Charline Hartmann wartet Agolli weiter ab. Die Stürmerin hat noch bis 2009 einen Kontrakt bei der SGS. "Ich hatte nie ein schlechtes Verhältnis mit ihr", legt sich der 47-Jährige fest. "Ich verstehe nicht, was in ihr vorgeht." Sollte Hartmann von ihrem Ansinnen, auch zum FCR zu gehen, abgehen, ist Agolli bereit, mit ihr über eine mögliche weitere Essener Zukunft zu reden. "Natürlich ist die Tür nicht zu. Ich erwarte Charline bei unserem Trainingsauftakt."

Das wird am 22. Juli sein, aber zuletzt war die Akteurin krank geschrieben. Auch die SGS ist am ersten Spieltag Gastgeber, der VfL Wolfsburg gastiert auf der Platzanlage am Stoppenberger Hallo. Danach geht es zum FC Bayern München. Auf der Sitzung der Bundesligisten wurde der Spielplan beschlossen, der auch zwei Samstags-Ansetzungen beinhaltet. Der Anstoß wird dann in den Abendstunden erfolgen. Alles auch durch die TV-Anstalten initiiert, die vor allen Dingen die Nationalmannschaft im Blick haben. Die Länderspiele der Frauen fanden bislang immer an Donnerstagen statt, nun soll der Mittwoch als Tummelplatz dienen.

Bei der WM 2011 wird die Stadt Essen, das war inoffiziell schon länger klar, kein Austragungsplatz sein. Nach RS-Infos liegt spätestens seit Freitag auch ein offizielles Absageschreiben im Rathaus vor. Das Dokument einer empfindlich schmerzenden, vergebenen Chance.

Autor: Oliver Gerulat

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