Weihnachtlich, ohne Knecht Ruprecht! Die Jahreshauptversammlung des FCR Duisburg gab keinen Anlass, sich offiziell mächtig in den Haaren zu liegen.

FCR: "Einer der drei Sympathieträger der Stadt"

og
18. Dezember 2005, 20:09 Uhr

Weihnachtlich, ohne Knecht Ruprecht! Die Jahreshauptversammlung des FCR Duisburg gab keinen Anlass, sich offiziell mächtig in den Haaren zu liegen.

Weihnachtlich, ohne Knecht Ruprecht! Die Jahreshauptversammlung des FCR Duisburg gab keinen Anlass, sich offiziell mächtig in den Haaren zu liegen. "Kurz und harmonisch", beschreibt Club-Boss Ferdi Seidelt den Verlauf. Der hauptberufliche Journalist würdigte "die beste Saison", die die Mannschaften insgesamt abgeliefert hatten. Alle denkbaren FVN-Pokale wanderten in die Vitrinen des Klubhauses, alle Teams führen zur Zeit ihre Ligen an, "national und international macht der FCR auf sich aufmerksam", wie der Vorstandsvorsitzende betonte. Besonders erwähnte der Ex-Feldhandballer die "ehrliche Freundschaft" mit DFB-Chef Dr. Theo Zwanziger und das Projekt der Mädchenfußball-Eliteschule. "Welcher Verein kann binnen zwölf Monaten so viele und schöne Erfolge verzeichnen?", fragte Seidelt. Die 80 anwesenden Mitglieder mussten zum Applaus nicht mit vorgehaltenem Revolver gezwungen werden. Seidelt formulierte ohne falsche Bescheidenheit: "Wir sind der zweiterfolgreichste Frauenfußball-Bundesligist aller Zeiten. Mit dem MSV und dem EVD einer der drei großen Sympathieträger der Stadt. Wir sind die angesagte Adresse für die Förderung von Talenten aus nah und fern."
Aufsichtsratschef Knut Baak appellierte an die Anwesenden, immer wieder und noch mehr die Identifikation mit dem FCR zu suchen. Bei den Wahlen stand ausschließlich die Bestätigung von Aufsichtsrat Joachim Bellinghoven an, der mit großer Mehrheit gewählt wurde. Ex-Marketing GmbH-Mann Hanns-Dieter Weber wird im Amateurbereich mit Aufgaben des operativen Geschäfts betraut, da dieses - zusätzlich von Sportvorstand und Team-Manager Dieter Oster betreute - Aufgabengebiet mehr "Manpower" (Seidelt) benötigt. Auf Antrag des Vorstandes beauftragte die Versammlung eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Amateur-Koordinator Jürgen Raab, für den immer größer werdenden Unterbau eine angemessenere Jugendordnung zu erarbeiten. Seidelt: "Die soll in der nächsten Versammlung Satzungskraft bekommen."
Wie seinen Augapfel hegt der Club seine Jugendarbeit. So verweist Seidelt mit Vehemenz auf die U13. "Sie sind die erklärten Lieblinge von Dr. Theo Zwanziger." Die Zuneigung fing an, als im Vorfeld seines Erstbesuchs in Homberg der Verein ihm ein gerahmtes Foto der Mini-Löwinnen übergab und er das Bild sogleich auf seinen Schreibtisch stellte. Irgendwie scheint diese nette Geste "gewirkt zu haben", freut sich Seidelt, denn nach ersten und knappen Erfolgen in ihrer Premiere-Meisterschaftssaison gelang den "Schmusekatzen" von Michael Förster und Udo Moldenhauer nun ein klarer 6:0-Sieg bei der DJK Wanheimerort. Insgesamt haben die Rumeln-Kaldenhausener "Stadtteil-Kids" (Seidelt) jetzt fünf Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto. Vor ihnen rangieren lediglich die Sportfreunde Gerresheim mit fünf Erfolgen und einem Verlustspiel. "Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, wann die Truppe", entstanden aus einer Schul-AG in Kaldenhausen, "die Tabellenspitze erobert".

Autor: og

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