VfL-Trainer Marcel Koller ließ seine Spieler schon vor dem Trainingsstart am vergangenen Donnerstag wissen, dass er fit und bereit für ein intensives Training sei.

Bochum: VfL-Coach Marcel Koller ist erfreut „die Jungs zu jagen“

Keine Eile in Sachen Innenverteidiger

sala
29. Juni 2008, 17:43 Uhr

VfL-Trainer Marcel Koller ließ seine Spieler schon vor dem Trainingsstart am vergangenen Donnerstag wissen, dass er fit und bereit für ein intensives Training sei.

Und so überraschte auch der proppevolle Kalender für die kommende Woche nicht wirklich. „Ich hab richtig Lust, die Jungs wieder über den Platz zu jagen“, schmunzelte der Schweizer und verriet: „Es ist besser, eine Einheit ausfallen zu lassen, wenn man merkt, dass die Spieler müde sind. So braucht man keine unvorhergesehene Übungsstunde einschieben.“

An Christian Fuchs gehen die ersten intensiven Einheiten erst mal vorbei. Auftakt, Fitness-Test und der Fototermin am kommenden Dienstag lauten die Aufgaben für den Neuzugang aus Mattersburg, der zunächst seine kirchliche Hochzeit feiert, bevor er am Montag, 7. Juli, im Trainingslager zur Mannschaft stößt. „Tirol ist zwar nicht wirklich meine Heimat, aber immerhin schon mal Österreich“, erklärte der EM-Fahrer bei seinem ersten Auftritt im VfL-Trikot vor rund 200 Kiebitzen.[gallery]223,0[/gallery]

Dass Fuchs nach dem hin und her jetzt doch an der Castroper Straße angekommen ist, hat vor allem einen Grund. „Die persönlichen Gespräche mit dem VfL und Marcel Koller haben den Ausschlag gegeben. Es gab zwar auch andere Angebote, aber die sind nie an mich herangetreten“, ließ der 22-Jährige durchblicken, dass er das Vertrauen des Trainers genießt.
Der bestätigte den regen Kontakt mit dem Nationalspieler: „Ich habe die Gespräche und Telefonate gar nicht mehr gezählt. Ich wollte ihm zeigen, dass ich zu ihm stehe und nicht abspringe, nur weil sich die Verhandlungen in die Länge ziehen.“

Bis auf einen möglichen neuen Innenverteidiger hat Koller die Mannschaft zusammen. Ob in der Defensive wirklich Bedarf besteht, will der Fußballlehrer aber noch abwarten: „Die Liste ist bis Ende August offen, da habe ich keine Eile. Außerdem muss ich ja erst beim Vorstand vorstellig werden, wenn ich nochmals aktiv werden möchte“, lächelte Koller und fügte an: „Mit Patrick Fabian und Mergim Mavraj haben auch zwei Youngster die Chance zu zeigen, ob sie sich weiterentwickelt haben. Sie kommen mit ins Trainingslager und dann wird man sehen, ob wir nicht schon komplett sind.“

„Dagegen wäre ein Keeper durchaus noch abzugeben, Philipp Heerwagen besitzt im Moment schlechte Karten und soll sich nach Kollers Wünschen bei einem anderen Verein Spielpraxis holen: „Wir haben schon mit seinem Berater gesprochen, ob da was möglich ist. Zurzeit ist er die Nummer vier.“

Bereits am kommenden Samstag, 5. Juli, kann sich der Kader im ersten Testspiel beweisen. Den Auftakt macht der zypriotische Meister Anorthosis Famagusta (Anstoß 18 Uhr, Sportpark Wanne, Herne). Dabei hat der Coach mehr denn je auf Qualität bei den Sparringspartnern geachtet: „Es wird eine intensive Vorbereitung. Die Spieler sind viel motivierter und konzentrierter wenn es gegen Porto geht.“

Dass eine Pleiten-Serie schon vor dem Saisonstart für schlechte Stimmung sorgen könnte, glaubt Koller nicht: „Wir gehen doch nicht davon aus, dass wir alles verlieren. Außerdem haben die Pflichtspiele höhere Priorität als die Tests. Ich kann das schon gut einschätzen. Wenn wir gewinnen, rede ich ja auch nicht von der Deutschen Meisterschaft.“

Auch Fuchs verfolgt andere Pläne: „Die Mannschaft wurde gut verstärkt, ich will einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, das bin ich aus Österreich gewohnt. Allerdings besteht die Liga dort nur aus zehn Teams.“

Autor: sala

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