Union Mülheim: Bachmann und die "Sensation"

"Lob an Sterkrade-Nord"

kru
20. Juni 2008, 08:49 Uhr

"Die Sensation ist perfekt", kann man auf der Vereins-Homepage von Union Mülheim lesen. Gemeint ist der Aufstieg, der in einem echten Krimi erst am letzten Spieltag gefeiert werden durfte. "Wir konnten es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen, weil wir am vorletzten Spieltag nur Unentschieden gespielt haben", lässt Unions Sportlicher Leiter Ernst Bachmann das Saisonfinale noch einmal Revue passieren.

"Ich muss nochmal ein Lob an Sterkrade-Nord aussprechen. Die Jungs haben richtig gefightet und uns damit zum Aufstieger gemacht." Durch ein 2:2 gegen Mülheims Konkurrent Preußen Duisburg.

Dabei dachte man nach der Hinrunde, dass die Unioner locker durch die Liga marschieren würden, sieben Zähler betrug der Vorsprung. "Wir haben in der ersten Halbserie wirklich brilliert", funkeln Bachmanns Augen immer noch. "Vielleicht hatten wir den Aufstieg schon in den Hinterköpfen verankert." Und das böse Erwachen kam. "Wir konnten in der Rückrunde nicht mehr an die geziegten Leistungen anknüpfen. Woran es gelegen hat, weiß man nicht", schüttelt Bachmann den Kopf.

Am Ende durfte doch noch gejubelt werden. "Das war auch verdient. Unser Trainergespann Oliver Kannengießer und Martin Lesniak haben tolle Arbeit geleistet", betont der Funktionär, der schon ein Jahr weiterblickt: "Wir haben 2009 unser 100-jähriges Jubiläum. Da ist es besonders wichtig, dass wir einen Nichtabstiegsplatz erreichen." Sein Zusatz: "Jeder Rang, den wir am Ende über dem Strich stehen, ist für uns ein Erfolg." Das Ziel ist also klar: Klassenerhalt. "Ich hoffe, dass wir als Neuling von der Konkurrenz nicht so beachtet werden und zudem durch unsere Euphorie noch ein paar Pluspunkte holen werden", erklärt Bachmann, der den Großteil des Kaders halten konnte:

"70 bis 80 Prozent des Teams bleiben, sechs Abgänge haben wir zu verzeichnen." Auch auf der Habenseite kann man bereits fünf Neuzugänge melden. Jan Steinberg ist der Namhafteste. Der ehemalige Kicker von RW Oberhausen kommt vom Landesliga-Absteiger Heimaterde Mülheim.

Autor: kru

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