Jahre lang waren die Sportfreunde Nette fester Bestandteil der Dortmunder Kreisliga und machten ausschließlich durch ihre sehr gute Jugendarbeit auf sich aufmerksam. Seit zwei Jahren jedoch mischen die Jungs aus dem Dortmunder Nord-Westen die Bezirksliga 15 mächtig auf.

Bezirksliga 15: Im Interview: "Bernie" Beerman (Sportlicher Leiter DJK SF Nette)

"Für unsere Mittel bombig"

10. Juni 2008, 21:13 Uhr

Jahre lang waren die Sportfreunde Nette fester Bestandteil der Dortmunder Kreisliga und machten ausschließlich durch ihre sehr gute Jugendarbeit auf sich aufmerksam. Seit zwei Jahren jedoch mischen die Jungs aus dem Dortmunder Nord-Westen die Bezirksliga 15 mächtig auf.

Nach einem souveränen Aufstieg belegten die Sportfreunde unter dem Regiment von Bernd Krämer im ersten Bezirksliga-Jahr schon einen beeindruckenden fünften Rang, steigerten sich in diesen Jahr noch einmal und wurden hinter den beiden Castroper Teams von BG Schwerin und Wacker Obercastrop guter Dritter. Und somit bester Dortmunder Vertreter der Liga. Grund genug für RevierSport online sich beim Sportlichen Leiter Bernd „Bernie“ Beermann auf die Suche nach dem Erfolgsrezept zu machen. Außerdem standen die vergangene Saison und der Wandel in der Vereinsphilosophie auf der Gesprächsagenda. Selbstverständlich darf dann auch ein Ausblick auf die nächste Spielzeit nicht fehlen.

RevierSport online: Hallo Herr Beermann. Ihre Elf belegte abschließend den dritten Rang, ist damit noch zwei Plätze besser als im vergangenen Jahr und der gar die beste Dortmunder Elf in der „Fünfzehn“. Eigentlich haben Sie allen Grund zufrieden zu sein, oder?

Beermann: Sind wir natürlich auch, obwohl wir noch einige Zähler liegen gelassen haben. Es gab da so einige Unentschieden, die mich ärgern und auch die eine oder andere Niederlage, so wie gegen Kirchhörde, war unnötig. Wenn man da konzentrierter zu Werke gegangen wäre, hätte man den Kampf nach ganz oben noch enger gestalten können. Dennoch war das Jahr für unsere Mittel bombig.

RevierSport online: Was macht den plötzlichen Erfolg aus?

Beermann: Sicher der oft beschworene Teamgeist. Die Jungs sind mit den Jahren hier richtig gut zusammengewachsen. Viele vom aktuellen Kader haben schon in der Jugend zusammen gekickt und hängen daher auch privat viel zusammen. Das fördert natürlich das Zusammengehörigkeitsgefühl. Daher holen wir dieses Jahr auch Adel Ghaoui vom FC Hangeney zurück. Der kennt hier praktisch jeden und bringt uns auch fußballerisch weiter. Aber natürlich darf man auch den Trainer und seinen Assistenten Gerd Henrich nicht vergessen. Die wirklich sehr gute Arbeit abliefern.

RevierSport online: Die Erfolgskurve zeigt in den letzten Jahren steil nach oben. Was erwarten Sie sportlich von der nächsten Spielzeit?

Beermann: Wir wollen den dritten Platz aus dieser Saison gerne bestätigen. Aber wenn ich eine Vorgabe formulieren soll: Ein Einlauf zwischen Platz fünf und drei wäre absolut in Ordnung.

RevierSport online: Also, ein Aufstieg in die Landesliga ist am Hallenbad kein Thema?

Beermann: Für einen Spieler ist es natürlich immer das Schönste aufzusteigen. Daher gilt für uns: Was kommt, nehmen wir mit, bleiben jedoch unserer Philosophie weiter treu und zahlen kein Geld an unsere Kicker. Auch wenn es keiner für möglich hält: Hier spielt jeder unentgeltlich. So sind wir natürlich gezwungen immer verstärkt einen Blick auf unseren eigenen Nachwuchs zu haben. Da hat es nach langen, wirklich guten Jahren in der letzten Zeit etwas gekrankt. Das wollen und werden wir jetzt wieder ändern. Alle rücken hier wieder enger zusammen und unsere interne Infrastruktur befindet sich voll im Umbruch.

RevierSport online: Ihre Defensive war dieses Jahr Top, mit nur 38 Gegentoren genauso stark wie die vom Aufsteiger Schwerin. In Offensivbereich hakte es allerdings häufiger. Rund 40 weniger erzielte Treffer als die beiden Top-Teams sprechen eine eindeutige Sprache.

Beermann: Unser Top-Scorer aus der vergangenen Saison, Jens Lehman, stand uns dieses Jahr nur selten zur Verfügung und Stefan Knop konnte aus beruflichen Gründen nicht regelmäßig trainieren und wird uns daher auch verlassen. So mussten die ganz Jungen ran. Und denen fehlt natürlich noch die Cleverness und vor allem Geduld. So hoffen wir vorerst mal auf Jens Lehmann und Michael Klein, der seine Bundeswehrzeit hinter sich hat. Aber sollte sich noch jemand für die Offensive anbieten, werden wir auch nicht nein sagen.

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