Am heutigen Abend empfängt Bundesligist Schalke 04 im Champions-League-Gruppenspiel den niederländischen Meister PSV Eindhoven. Doch selbst bei einem

Schalke setzt gegen Eindhoven auf Sieg

23. November 2005, 09:10 Uhr

Am heutigen Abend empfängt Bundesligist Schalke 04 im Champions-League-Gruppenspiel den niederländischen Meister PSV Eindhoven. Doch selbst bei einem "Dreier" ist das Weiterkommen der Rangnick-Truppe nicht gesichert.

Vizemeister Schalke 04 will mit einem Sieg gegen den PSV Eindhoven einen Schritt in Richtung Viertelfinale machen. Doch selbst ein "Dreier" gegen das Team von Trainer Guus Hiddink sichert der Rangnick-Truppe keinesfalls die sichere Teilnahme an der Runde der letzten Acht. "In dieser Gruppe ist alles möglich, das hat man bisher gesehen", sagt Kapitän Ebbe Sand vor dem Duell mit dem niederländischen Meister am Mittwoch (20.45 Uhr/live bei Sat.1 und Premiere) in der Veltins-Arena: "Alle haben gedacht, Milan wäre die dominierende Mannschaft, jetzt ist Eindhoven vorne."

Heimsieg gegen PSV reicht nicht zum Weiterkommen

Die Holländer haben mit ihrem überraschenden 1:0-Sieg vor drei Wochen gegen den Topfavoriten AC Mailand alle Schalker Hochrechnungen durchkreuzt. Ein Heimsieg gegen den PSV reicht nicht, wie vorher prognostiziert, zum vorzeitigen Achtelfinaleinzug. Das tatsächliche Endspiel für die Königsblauen steigt erst am 6. Dezember in San Siro gegen Milan. "Ein Finale dort, was gibt es Schöneres. Für Schalke ist das schließlich kein schlechtes Pflaster", sagt Torhüter Frank Rost, der nach überstandener Knieverletzung aller Voraussicht nach sein Comeback geben wird.

Sollte das Mailänder Starensemble nämlich am Mittwoch bei Christoph Daum und Fenerbahce Istanbul gewinnen, wären Schalke und Milan am letzten Spieltag punktgleich. Dann müssten die Gelsenkirchener an der Stätte ihres UEFA-Cup-Triumphes 1997 zumindest ein 2:2-Unentschieden wie im Hinspiel erreichen, um die Italiener hinter sich lassen zu können. Denn zeitgleich könnte Eindhoven durch einen Sieg gegen "Fener" vorbeiziehen. Kein Wunder, dass Daum die Gruppe E "Nervengruppe" getauft hat.

Selbst bei einer Niederlage gegen den PSV wäre für die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick noch nicht alles verloren. Ein Sieg in Mailand würde dann höchstwahrscheinlich Platz zwei hinter Eindhoven und damit das Weiterkommen sichern. Nur eine definitive Entscheidung könnten die Königsblauen am Mittwoch bereits erreichen: Siegt Schalke, Istanbul aber nicht, dann sind Sand und Co. zumindest als Tabellendritte für den UEFA-Pokal qualifiziert.

Bordon: "Müssen anders spielen als in Köln"

Dafür ist allerdings nach dem enttäuschenden 2:2 beim 1. FC Köln und dem endgültigen Abschied aus dem Bundesliga-Titelrennen eine deutliche Leistungssteigerung nötig. "Wir müssen anders spielen als in Köln. Wir werden nicht so viele Chancen bekommen, und dann darf uns nicht passieren, dass wir so unentschlossen damit umgehen", sagt Abwehrchef Marcelo Bordon.

Gegen den Tabellenführer der Ehrendivision muss Rangnick auf Rechtsverteidiger Rafinha verzichten, der nach drei Gelben Karten gesperrt ist. Wieder eine Alternative für die Anfangsformation ist dagegen Gerald Asamoah, der in Köln nach über zwei Monaten Zwangspause sein Comeback gegeben hatte.

Auch Guus Hiddink, der sich gerade erst mit Australien für die WM 2006 qualifiziert hat, hat beim PSV Personalsorgen. US-Stürmer DaMarcus Beasley fällt wegen einer Oberschenkelverletzung aus, Mika Väyrynen und John de Jong fehlen ohnehin schon lange. Zudem sind Arouna Kone, Jason Culina und Michael Ball in der Champions League nicht spielberechtigt.

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