Ein Wechselbad der Gefühle mussten die Anhänger von Wacker Obercastrop zuletzt über sich ergehen lassen. Nach der Niederlage gegen den Stadtrivalen BG Schwerin (wir berichteten), war der Meisterschaftszug eigentlich abgefahren. Doch die Esser-Elf blieb konzentriert und hoffte auf einen schwächelnden Spitzenreiter Schwerin. Und die Hoffnung wurde erfüllt.

Bezirksliga 15: Uwe Esser im Interview

Herzschlagfinale

29. Mai 2008, 18:03 Uhr

Ein Wechselbad der Gefühle mussten die Anhänger von Wacker Obercastrop zuletzt über sich ergehen lassen. Nach der Niederlage gegen den Stadtrivalen BG Schwerin (wir berichteten), war der Meisterschaftszug eigentlich abgefahren. Doch die Esser-Elf blieb konzentriert und hoffte auf einen schwächelnden Spitzenreiter Schwerin. Und die Hoffnung wurde erfüllt.

Nach zwei Remis liegen die Blau-Gelben nun nur noch einen Zähler vor Wacker und es kommt am Sonntag zum großen Showdown der Aufstiegskonkurrenten. RevierSport online sprach vor dem alles entscheidenden Spieltag mit Wacker-Coach Uwe Esser über Erfolgsaussichten beim Saisonfinale, die Relevanz des Nicht-Antritts des SV Yeni vergangene Woche und über eventuelle Fehler in der Saisonvorbereitung.

RevierSport online: Hallo Herr Esser. Nach der Niederlage gegen BG war der schöne Traum vom Aufstieg praktisch ausgeträumt. Doch plötzlich ist Ihre Elf doch noch mal bei der Musik dabei. Haben Sie immer daran geglaubt?
Esser: Ich schon. Denn nach der Niederlage waren insgesamt ja noch zwölf Punkte zu vergeben. Dass BG aber gleich zweimal hintereinander nur Remis spielt, hätte ich so auch nicht unbedingt erwartet. Da wir aber unsere Hausaufgaben gemacht haben, fällt die Entscheidung eben erst Sonntag in einem echten Herzschlagfinale.

RevierSport online: Was erwarten Sie jetzt vom Sonntag, besonders auch von Westfalia Huckardes Auftritt bei BG Schwerin?
Esser: Wichtig ist vor allem, dass es sportlich fair zugeht. Dennoch hat BG die bessere Ausgangslage, nicht zuletzt wegen des Torverhältnisses. Natürlich wünschen wir uns aber, dass die Westfalia den Schwerinern ein Bein stellt. Wir werden jedoch nicht auf Schwerin schauen, sondern sehen, dass wir unser Match beim TuS Eichlinghofen gewinnen – und das wird schwer genug.

RevierSport online: Wie schwer wiegt es Ihrer Meinung nach, dass der SV Yeni vergangene Woche nicht angetreten ist und Ihrer Mannschaft so die Möglichkeit genommen hat das – möglicherweise entscheidende – Torverhältnis zu Ihren Gunsten zu verbessern?

Esser: Das ist schon eine Enttäuschung. Ich habe schon vor Wochen, als Yeni kurz vor dem Kollaps stand, gesagt, dass ich hoffe, sie spielen die Saison zu Ende. Und das obwohl wir extrem von ihrem Rückzug profitiert hätten. Dass sie jetzt ausgerechnet gegen uns nicht antraten, kann ich daher überhaupt nicht verstehen.

RevierSport online: Lässt man die laufende Saison Revue passieren, ähnelt diese doch stark der vergangenen. Einer durchwachsenen Hin- folgte eine ganz starke Rückrunde. Müssen Sie eventuell ihre Saisonvorbereitung in Frage stellen?
Esser: Das ist eine ganz schwierige Frage. Wir haben uns eigentlich sehr gut vorbereitet, aber vielleicht hat sich die Elf dennoch nicht sofort gefunden und brauchte erst ein paar Partien. Dazu kommt sicherlich, dass wir uns mit Roger Schajor und Senger Özbek nach der Winterpause qualitativ noch einmal verbessert haben.

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