Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League empfängt Bayern München heute den FC Arsenal London. Das Duell im Olympiastadion wird damit auch zum Aufeinandertreffen der beiden Nationalkeeper Oliver Kahn und Jens Lehmann.

Kahn und Lehmann im Duell der "Königsklasse"

22. Februar 2005, 08:23 Uhr

Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League empfängt Bayern München heute den FC Arsenal London. Das Duell im Olympiastadion wird damit auch zum Aufeinandertreffen der beiden Nationalkeeper Oliver Kahn und Jens Lehmann.

Das Champions-League-Duell zwischen Bayern München und Arsenal London wird heute auch zu einem Duell der Torwart-Giganten und deutschen Nationalkeeper Oliver Kahn und Jens Lehmann mit Blick auf die WM 2006. Im Achtelfinal-Hinspiel empfängt der deutsche Rekordmeister ab 20.45 Uhr (live bei Sat.1 und Premiere) im heimischen Olympiastadion den englischen Titelträger.

Auch wenn die selbstbewussten Bayern wohl auf Michael Ballack verzichten müssen, steht das direkte Aufeinandertreffen der beiden Torwart-Rivalen unter den Augen von Bundestrainer Jürgen Klinsmann im Vorfeld des Schlagers im Mittelpunkt des Interesses. Selbst die Tatsache, dass Kahn sich nicht äußerte, änderte daran nichts.

Auch Trainer mischen verbal mit

Sogar die beiden Trainer beteiligten sich am "Psycho-Krieg". "Ich denke, dass Oliver in einer sehr guten Verfassung und so stabil und stark ist, dass ihn das wenig berührt", sagte Bayern-Coach Felix Magath und bezog zum wiederholten Male klar Stellung für Kahn: "Er ist der Beste, da gibt es keine Debatte." Arsenal-Coach Arsene Wenger, der wochenlang auf seinen deutschen Keeper verzichtet hatte, ist jedoch überzeugt, dass sich der 35 Jahre alte Lehmann von derartigen Sticheleien aus München nicht nervös machen lässt: "Er steht natürlich unter einem ziemlich hohen Druck, aber er kann das ab." Für ihn sei ohnehin Lehmann der beste deutsche Torhüter.

Lehmann: "Nur für die Öffentlichkeit interessant"

Lehmann selbst war bemüht, nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. "Für mich ist diese Partie nicht viel anders als jede sonstige in der Champions League. Die besondere Konstellation ist nur für die Öffentlichkeit interessant", sagte er im kicker. "Es spielt nicht Kahn gegen Lehmann, sondern Bayern gegen Arsenal", erklärte der Keeper der "Gunners" und fügte an: "Ich glaube, dass ich ein gutes Spiel machen kann und somit der Konkurrenzkampf aufrecht erhalten bleibt."

Keine Angst vor großen Namen

Angst hat der Tabellenführer der Bundesliga vor dem Starensemble von der Insel um die Franzosen Thierry Henry, Patrick Vieira und Robert Pires keinesfalls. "Wir sind gut drauf, da müssen wir keinen Gegner fürchten. Ich bin zuversichtlich, dass wir Arsenal schlagen", meinte Magath. Arsenal sei zwar eine andere Nummer als Dortmund, eines der Top-Teams der "Königsklasse" und könne sogar den Titel gewinnen - "wenn sie nicht gegen Bayern spielen würden".

Offen war am Montagnachmittag allerdings nach wie vor, ob Ballack nun spielen kann oder nicht. Bayern-Mediendirektor Markus Hörwick verkündete, dass der 28-Jährige wegen einer Muskelverhärtung definitiv ausfallen wird. Und auch Ballack sagte seine geplante Teilnahme an der Pressekonferenz ab, da er ja sowieso nicht spielen werde. Magath erklärte anschließend jedoch, dass sicher erst kurz vor dem Spiel eine Entscheidung fallen wird.

Die Chancen, dass Ballack aufläuft, sind aber wohl eher gering. Der Kapitän der Nationalmannschaft hatte schon am vergangenen Samstag beim 5:0-Sieg gegen Borussia Dortmund gefehlt und kann wegen der im Spiel bei Arminia Bielefeld (1:3) erlittenen Verletzung seit neun Tagen nicht trainieren.

Doch auch ein Ausfall von Ballack lässt den Bayern-Coach gelassen. "Ich werde schon die richtige Auswahl treffen. Es war am Wochenende zu sehen, dass es ohne ihn geht. Das wird uns nicht aus der Bahn werfen", so Magath, der schon am Samstag bei der Galavorstellung gegen Dortmund trotz einiger überraschender Änderungen "alles richtig gemacht hat" (Rummenigge).

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