Dank eines Eigentores in letzter Sekunde darf der FC Chelsea vom ersten Finale in der Champions League träumen. Der Klub des russischen Öl-Milliardärs Roman Abramowitsch kam im Halbfinal-Hinspiel am Dienstagabend zu einem mehr als glücklichen 1:1 (0:1) im englischen Duell bei Angstgegner FC Liverpool, der den sicher geglaubten Sieg durch ein Eigentor des eingewechselten John Arne Riise in der vierten Minute der Nachspielzeit noch verlor.

Spätes Eigentor schockt Liverpool

Riise der Pechvogel in der 95. Minute

sid
22. April 2008, 22:43 Uhr

Dank eines Eigentores in letzter Sekunde darf der FC Chelsea vom ersten Finale in der Champions League träumen. Der Klub des russischen Öl-Milliardärs Roman Abramowitsch kam im Halbfinal-Hinspiel am Dienstagabend zu einem mehr als glücklichen 1:1 (0:1) im englischen Duell bei Angstgegner FC Liverpool, der den sicher geglaubten Sieg durch ein Eigentor des eingewechselten John Arne Riise in der vierten Minute der Nachspielzeit noch verlor.

Damit würde Chelsea im Rückspiel in einer Woche (Mittwoch, 30. April, 20.45 Uhr) bereits ein 0:0 zum Einzug in das Finale am 21. Mai in Moskau reichen.

Im 19. Duell der beiden Dauerrivalen in den vergangenen drei Jahren hatte der niederländische Nationalstürmer Dirk Kuyt (43.) die überlegenen Gastgeber in Führung gebracht. Im Halbfinale des Wettbewerbs 2004/2005 und im Vorjahr war Chelsea jeweils im Halbfinale am fünfmaligen Sieger der wichtigsten europäischen Krone gescheitert.

Der in der Kritik stehende Teammanager Avram Grant, der Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack von Beginn an auflaufen ließ, kann beim Klub von Öl-Milliardär Roman Abramowitsch nun etwas durchschnaufen. Am kommenden Samstag steht für Chelsea im Rennen um die englische Meisterschaft an der heimischen Stamford Bridge das vorentscheidende Spiel gegen Meister und Spitzenreiter Manchester United an, der drei Punkte vor den Blues liegt.

44.000 Zuschauer an der Anfield Road erlebten eine von der Taktik geprägte erste Halbzeit. Beide Teams neutralisierten sich zunächst mit konsequentem Pressing zwischen den Strafraumgrenzen. Chelsea war in der ersten Viertelstunde die aktivere Mannschaft, ohne sich jedoch Chancen herauszuarbeiten. Die ersten vielversprechenden Situationen hatten dann die Gastgeber. Zunächst verpasste Kuyt nach einem langen Pass von Xabi Alonso nur knapp (13. ), dann strich ein Schuss von Fernando Torres am Tor vorbei (17.).

Die besten Möglichkeiten für Chelsea hatte dann wenig später Joe Cole. Der englische Nationalspieler verpasste nach Hereingaben von Didier Drogba und Frank Lampard (18. und 21.) nur knapp. Für Aufregung sorgte dann noch ein Zweikampf zwischen Jamie Carragher und Drogba im Strafraum, doch der österreichische Schiedsrichter Konrad Plautz ließ weiterspielen.

Danach konnte Chelsea-Keeper Petr Cech die bis dato größte Liverpool-Chance durch Torres gerade noch entschärfen (31.).
Aber zwei Minuten vor der Pause erzwangen die Reds einen Ballverlust von Lampard, den folgenden Ball in den Strafraum verwertete Kuyt mit einem Schuss aus kurzer Distanz zur Führung.

Überraschenderweise übernahmen nicht die Gäste in der zweiten Hälfte das Kommando, sondern Liverpool drängte auf das 2:0. So hatten Javier Mascherano (56.) mit einem 20-m-Schuss und Ryan Babel (60.) mit einer Volleyabnahme gute Möglichkeiten zu weiteren Toren.

Autor: sid

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