Nicht nur sportlich ist die Champions League in dieser Saison wieder reizvoll , auch finanziell lohnt es sich für die Teilnehmer weiterhin. Unverändert sind 400 Millionen Euro an UEFA-Prämien zu verdienen.

Champions-League-Prämien bleiben unverändert

jso
25. August 2004, 13:39 Uhr

Nicht nur sportlich ist die Champions League in dieser Saison wieder reizvoll , auch finanziell lohnt es sich für die Teilnehmer weiterhin. Unverändert sind 400 Millionen Euro an UEFA-Prämien zu verdienen.

Die Champions League wird auch in dieser Saison wieder ein "echter Kracher", wie es Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge ausdrückte. Am Donnerstag wird im Hauptsitz der Europäischen Fußball-Union (UEFA) im schweizerischen Nyon (16.00 Uhr) die erste Gruppenphase ausgelost. Doch nicht nur sportlich ist die "Königsklasse" des Fußballs für die 32 Vereine ein Highlight, vor allem finanziell lohnt sich die Teilnahme. Umgerechnet über 400 Millionen Euro an UEFA-Prämien (213) und TV-Einnahmen (207) winken den Klubs.

18 Millionen für den Champion

Die UEFA-Prämien werden auch in dieser Saison unverändert bleiben. Dies teilte ein UEFA-Sprecher auf sid-Anfrage mit. Im Maximalfall kann der Champions-League-Sieger, der am 25. Mai 2005 in Istanbul gekürt wird, demnach umgerechnet rund 18 Millionen Euro allein an UEFA-Prämien einnehmen.

Für das Erreichen der ersten Gruppenphase hatten die Vereine in der vergangenen Saison umgerechnet rund 3,6 Millionen Euro erhalten. Für jeden Sieg in den sechs Gruppenspielen gab es 325.000 Euro, für ein Remis 162.500 Euro. Für den Einzug ins Achtelfinale hatte die UEFA 1,62 Millionen Euro an Prämien ausgelobt, 2 Millionen für das Viertelfinale. Im Halbfinale kamen 2,6 Millionen hinzu. Der unterlegene Finalist AS Monaco konnte sich mit 3,9 Millionen trösten, Titelgewinner FC Porto erhielt 6,5 Millionen Euro.

Hohe Einnahmen aus den TV-Pools

Die weitaus höheren Einnahmen erzielten die Vereine jedoch durch die jeweiligen TV-Pools ihrer Länder. Bayern München nahm in der Saison 2003/2004 trotz des Ausscheidens im Achtelfinale insgesamt umgerechnet 19,7 Millionen Euro ein - 13,2 Millionen Euro an TV-Geldern, 6,5 Millionen an UEFA-Prämien. Der zweite deutsche Teilnehmer VfB Stuttgart kassierte insgesamt 18,6 Millionen (11,9 TV-Einnahmen/6,7 UEFA-Prämien).

Die größten Einnahmen erzielten jedoch die Klubs aus der englischen Premier League, da auf der Insel am meisten Geld aus dem TV-Pool zur Verfügung stand. Halbfinalist FC Chelsea kam insgesamt auf knapp 30 Millionen Euro, bei Viertelfinalist FC Arsenal (28,8) und Manchester United (28,3), das im Achtelfinale ausgeschieden war, war es nur unwesentlich weniger.

Dagegen kam Gewinner FC Porto "nur" auf fast bescheidene 20 Millionen Euro. Die Portugiesen konnten nämlich nur 2 Millionen Euro an Fernsehgeldern verbuchen. Endspiel-Verlierer AS Monaco erzielte immerhin 26,7 Millionen Euro.

Autor: jso

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