Florian Busch kommt ohne Sperre davon: Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat den Berliner Nationalspieler am Dienstag nach seiner verweigerten Dopingkontrolle vom 6. März nur öffentlich verwarnt.

Eishockey: Busch kommt mit Geldstrafe davon

Anti-Doping-Agentur will Einspruch einlegen

sid
15. April 2008, 17:48 Uhr

Florian Busch kommt ohne Sperre davon: Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hat den Berliner Nationalspieler am Dienstag nach seiner verweigerten Dopingkontrolle vom 6. März nur öffentlich verwarnt.

Zudem verurteilte das "DEB Missed Test Policy Gremium" unter Vorsitz des DEB-Vizepräsidenten Uwe Harnos den 23-Jährigen zu 5000 Euro Geldstrafe und 56 Stunden gemeinnütziger Arbeit in einem Verein. Das bestätigte DEB-Generalsekretär Franz Reindl dem sid.

Somit ist der 23-Jährige am Dienstag im zweiten Play-off-Finale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) der Eisbären gegen die Kölner Haie spielberechtigt.

Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) will das DEB-Urteil laut Sprecherin Ulrike Spitz jedoch nicht anerkennen. Sie will Rechtsmittel einlegen, das Bundesministerium des Inneren informieren und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) anrufen.

Die NADA sieht einen verweigerten Test, der wie eine positive Probe mit zwei Jahren Sperre zu ahnden sei, auch wenn Busch Stunden später die geforderte Urinprobe abgegeben hatte. Der Test war negativ.

Dem "DEB Missed Test Policy Gremium" gehören neben Harnos auch DEB-Chef Hans-Ulrich Esken, IIHF-Council-Mitglied Dr. Beate Grupp, Mannschaftsarzt Dr. Andreas Gröger und der DEB-Anti-Doping-Beauftragte Michael Pfuhl an.

Autor: sid

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